Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 3 (3.1841)
- Date
- 1841-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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- Niger 1× ep/1824046
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Da« Osterfest. 77 Am Abend dieses 14ten Risan wurde das Lamm, das der Hausvater schon am 10ten sich mußte angeschafft haben, im Vorhofe deS Tempels geschlachtet. Priester gossen das Blut an den Fuß des Brandaltars im Vor, Hose des Tempels, aber daS Geschäft des Schlachtens konnte jeder israelitische Hausvater selbst vornehmen, um so mehr als die Priester und Leviten unmöglich hätten können zu Stande kommen mit dem Schlachten einer so großen Anzahl von Thicrcn. Zu Hause wurde dann das Lamm *) zum Essen und zwar auf folgende Weise zubereitet. Nachdem die Ein, geweide herausgenommen worden, durchstach man das Lamm mit einem hölzernen Spieß der Länge nach, ein zweiter ging bei den Vordcrfüßen queerüber und bildete mit dem ersten ein Kreuz, und so wurde das Lamm über der Glut gebraten. Zu der Mahlzeit mußte sich eine Hausgescllschaft zusammenfinden, welche nicht we, Niger als zehn Personen ausmachcn und nicht stärker sein durfte als zwanzig. Die Mahlzeit begann Abends, wenn es finster geworden. Während derselben wurden vier Becher rothen, mit Wasser gemilderten WeineS **) hernmgereicht. Es durfte auch ein fünfter beigefügt werden, aber nicht mehr. Die Anordnung der ganzen Mahlzeitfeier war diese. Der HauSvater, oder wer sonst seine Stelle versah. *) Man denkt gewöhnlich an ein Schaflamm, doch durfte e« auch rin Ziegenböcklein sein. Die Vorschrift lautet: »Ihr sollt ein solche« Lamm nehmen daran kein Fehl ist. ein Männlein und Eine« Jahre« alt; von den Schafen und von den Ziegen mögt ihr e« nehmen". 2 Mos. 12, s. Drgl. 2 Shron. Zü, 7. **) Der Wein war meisten« roth und so stark, daß man ihn -um gewöhnlichen Getränke mit Walker rubereitete. Eine Anspielung auf die Röthe de« Weine« findet sich in der erhabenen Schilderung Jesaj. KZ, l. ff.