Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 3 (3.1841)
- Date
- 1841-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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Da« Osterfest. 75 nung und der Vergebung, zu einem Gedächtniß der Erlösung nicht nur aus Aegypten, sondern aus dem Reiche der Finsterniß, zu einer Erinnerung nicht nur an den glücklichen Auszug aus dem Gebiete Pharaos, sondern an den Sieg des Auferstandcnen über Sünde, Tod, Teufel und Hölle, und künftig feierten die Gläubigen ihr Passah nicht bloü als Bundesglieder des aus Aegypten geretteten und durch Mose in'ö gelobte Land eingeführten Volkes, sondern als Glieder am Leibe Jefu, der als das Haupt mit den Seinen vereinigt, diese innige Gemeinschaft ihnen im Abcndmahle symbolisch vorlegte und in seiner Auferstehung ihr das göttliche Siegel auf« drückte. Indem wir nun vom christlichen Osterfeste reden, müssen wir ausgehen von jenem letzten Passahmahle, das Jesus, in der letzten Nacht, mit seinen Jüngern hielt. Hiebei kommt zweierlei in Betracht: die Art und Weise sowohl des PassahmahlcS an sich, als die mit demselben verbundene Einsegnung des christlichen Abendmahles, sodann die Zeit, wo JesuS dieses sein letztes Pesach feierte. 1. Ucber die Art und Weise im Einzelncn, wie das Passah pflegte gefeiert zu werden, melden nnS die Evangelisten nichts Näheres, da sie dieses als bekannt voraussetzen, auch eine Beschreibung der jüdischen Gebräuche außer ihrem Zwecke lag. Dagegen können wir aus den jüdischen Schriften erfahren, wie in der Zeit des zweiten Tempels, und also auch von Jesu und seinen Jüngern, daS Pesach pflegte begangen und daS Osterlamm gegessen zu werden. . .Während der ganzen, achttägigen Dauer des Passahfestes durfte kein gesäuertes Brod gegessen werden. ES wurde daher schon am 13tcn Risan aller Sauerteig weg«