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Das Morgenland · 1841-03-01 · 3 (3.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
3 (3.1841)
Date
1841-03-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Osterfest. i 7» prüfte, um zu wissen, ob ein Schaltmonat nöthig sei oder nicht, so geschieht jetziger Zeit dieses auf dem Wege astronomischer Berechnung. Wahrscheinlich etwa im vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung, als der Talmud sich bildete, regelten gelehrte Juden ihren Kalender wissenschaftlich, und stellte« durch Berechnung zum voraus fest, was früher erst durch Anschauung war erkannt worden. Es ist also der jüdische Kalender seit den ältesten Zeiten derselbe geblieben, nur ist er jetzt durch Berechnung im Einzelnen sicherer. Eines aber ist anders geworden. Nämlich die Juden, wie manchem unserer Leser wird bekannt sein, fangen jetzt das Jahr im Herbste an. Hiemit verhält es sich folgendermaaßen. Mose begann zwar das Jahr mit dem Neumond der Frühlings-Tag« und Nachtglciche, setzte aber doch fest (3 Mos. 23, 24.), daß der erste Tag deS siebenten Monats (Thishri) auf besonders feierliche Weise begangen und durch Ruhe von der Arbeit geheiligt werde. ES war dieses der Neumond der Herbstnachtgleiche. Das Jahr war dadurch in zwei gleiche Hälften getheilt. An der Spitze der ersten stand das eigentliche Neujahr am ersten Nisan, an der Spitze der zweiten, sechs Monate später, der feierlich begangene.erste Tag deS Thishri. Da nun nach Einsammlung des ganzen JahresertragS das Jahr für das häusliche Leben mit dem sechsten Monat einen gewissen Schluß bildete und der Anfaüg deS siebenten einen Zeitabschnitt darbot, der im bürgerlichen Berkehr sich auszeichnen und bervorheben mußte,*) so bekam nothwcndiger Wrise der erste Thishri *1 Man denke an den Termin »Martini-', der auch bei unserm Volke für Kandel und Wandel so bedeutsam ist, weil da, nach Einsammlung de- Jahre-ertrag«, ein ökonomische- Jahr ,u Ente geht.

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