Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 2 (2.1841)
- Date
- 1841-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Stand der Dinge im Morgenland». -z Folge, daß die allgemeine Aufmerksamkeit, nicht bloder christlichen Regierungen, sondern auch der christlichen Völker auf Syrien Und seine Noth hingelenkt wird. Auch wer nicht Staatsmann ist, sieht ein, daß mit der Befreiung Syriens von Ibrahim nur der Anfang zu einem großen Werke morgenländischer Staatsumgestaltung ge«' macht ist; jedem wird es klar, daß nichts gethan wäre, wenn nur türkische mit ägyptischer Herrschaft vertauscht würde, und daß vieles kostbare Blut umsonst geflossen, große Geldsummen vergeudet, und unnöthkgerweise ganz Europa in Aufregung, GLHrung und drohende allgemeine Kriegsgefahr wäre versetzt worden, wenn am Ende Syrien seinem alten Elende wieder sollte preisgegeben werden. Faßt aber die Ueberzeugung, daß in Syrien den Ehristen und den chn'stlichen Instituten müsse geholfen und zwar ausdauernde, gründliche Weise geholfen werden, allgemeine Wurzel, dringt sie in das Volk und wird ihm ernste Angelegenheit, so hat uns das neuere Schicksal Griechenlands gelehrt, wie die ruhige, aber warme und weitverbreitete Theilnahme der abendländischen Ehristen auch für entfernte Glaubensgenossen nicht ohne bedeutenden Erfolg ist. Schon haben sich in Frankreich und Deutschland gewichtige Stimmen hören lassen, welche im Namen der Menschlichkeit und des Ehn'stenthumS für das unglückliche Syrien und seine verhüllte Zukunft sich erheben. Sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vereinzelt bleiben, und — wie wir hoffen — nicht fruchtlos sein. Aegypten. Am Schluffe unseres letzten Heftes haben wir gemeldet, daß Anfangs December Mrhemed Ali, auf ein« kategorische Aufforderung des Admiral Stopford hin, sich bereit erklärte zu der völligsten Unterwerfung. Am 16. Dec. kam ein englischer Schiffcapitän in Konstanti-