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Das Morgenland · 1841-02-01 · 2 (2.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
2 (2.1841)
Date
1841-02-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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04 Ltant der Dinge im Morgrniante. nopel an, und überbrachte der Pforte das allerunterthäm'gste Schreiben von Mehemed Ali. Rach langen Berathungen wurde endlich in den ersten Tagen des Januar ein tür« kischer Abgeordneter, Moslun (oder Mazlum) Bey, und der in türkischem Dienste stehende englische Seeofficier Walker nach Alexandrien gesendet, um von Mehemed Ali allervorderst die Herausgabe der türkischen Flotte zu verlangen, und dieselbe nach Konstantinopel zurückzuführen. Erst dann, wenn Mehemed auf thatsächliche Weise ge, zeigt habe, daß es ihm Ernst sei mit seiner Unterwerfung möge ihm eröffnet werden, daß die Pforte ihrerseits ihm verzeihe, und ihn durch die Wiedereinsetzung in die Statthaltrrschaft von Aegypten begnadige. Doch solle er ein Statthalter sein, wie jeder andere, und alle EigenmLchtigkeit ein Ende haben. Inzwischen wurde von mehrern Seiten (zuerst von Oesterreich und Preußen) gewünscht, daß die Pforte diese Statthalterschaft dem Mehemed Ali erblich übertragen möge. Man konnte hoffen, daß dadurch die Verhältnisse in Europa selbst einen freundlichen Anstrich gewinnen würden, indem Frankreich hierin eine Rücksicht auf seine so laut ausgesprochenen Wünsche erkennen müsse. Als in Konstantinopel diese Wünsche der Dertragsmächte der Pforte dringend anS Herz gelegt wur, den, gab sie auch in diesem Punkte nach, und einige Tage nach der Abreise der genannten Abgeordneten wurde ihnen der Befehl nachgeschickt, im Falle Mehemed Ali sich wahrhaft und wirklich unterwerfe, ihm dann die Statt- Halterschaft Aegyptens nicht bloS lebenslänglich, sondern erblich zuzusichern. Welche Aufnahme diese Gesandten finden und welche Folgen ihre Eröffnungen haben, müssen wir erwarten. Den S. Februar 1841.

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