Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 1 (1.1841)
- Date
- 1841-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
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36 Stand der Dinge im Morgenland«. ziemt es Acht zu haben auf die Zeichen der Zeit, und daS »Morgenland" —dieses Blatt, das gegründet wordm ist mit der Ahnung, daß im Ostm die Zukunft reife, und im Glauben an die, von dotther uns zugrkommenen heiligen Lehrm — dieses Blatt rechnet es sich zur schönm und heiligen Pflicht auf seiner Warte zu stehn, und ohne Voreiligkeit und ohne Uebertteibung sich zum mittheilendm Organe alles dessen zu machen, was Verzug hat auf jene Länder, deren Andenken keiner gering achtet, dem die Bibel eine liebe Wahrheit ist. Dm jetzigm Stand der Dinge im Morgenland im Ganzen, worüber wir das einzelne in den vorhergehen» dm Heften berichtet habm und daüberhaupt auS den Zeitungen dem Leser bekannt ist, fassen wir unter folgmden Thatsachm zusammm: Erstens. Das Reich des Islam (Mnhammedanismus), welches feit 1200 Jahren *1 über das heilige Land sein krummes Schwert gebieterisch grschwungm hat, ist in sich getheilt und entkräftet. Der Thron deS Herrschers der Gläubigen — wie er sich nennt — der Thron des Sultan in Konstantinopel, wäre längst dm Stteichen des rebellischen Pascha von Aegypten erlegen, wenn nicht die Christenheit ihrem "Erbfeinde" zu Hülfe gekommen wäre und hätte ihm BöseS mit Gutem vergolten, und feine wankende Macht aufrecht erhalten. Zweitens. Das gelobte Land, zwar einstweilen dem Namen nach noch türkische Provinz, ist doch der That nach durch christliches Einwirken zur Befreiung von Ibrahims Joche gelangt. Die muselmännische Willkürherr- *) Bor 1204 Jahren. i. 3. 636, eroberte Omar, Muhammet« Schwiegervater, Jerusalem und erbaute auf dem Berge Moria die prächtige Moschee, welche heute noch diese heilige Hdheeinnimmt und unjugänglich macht.