Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 1 (1.1841)
- Date
- 1841-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Stand der Dinge im Mirgenlande. 35 und alle Rationen des morgenländischen WelttheilS sehen ihre Zukunft in den Händen des rastlosen Abendlandes. Wie in Spanien Unruhe ist durch Widerstreit der französischen Interessen und der englischen, so sind es dieselben englischen Interessen, welche im innersten Asien, am Flusse des Himalaya - Gebirges, Königreiche Umstürzen, von unfern Vätern kaum dem Namen nach gekannt, und die den friedlichen, gewerbfleißigen Chinesen mit der Donnersprache der Feuerschlünde aus seiner tausendjährigen Ruhe aufstören. In jenen Gegenden aber, die durch ihre Lage zwischen den Meeren Asien's und Europa'S, durch ihre uralte Geschichte, und durch die Weihe der göttlichen Offenbarungen als Stammländer der Religion des wahren, einigen Gottes den Mittelpunkt der Weltgeschichte bilden und den des Weltverkehrs auch schon gebildet haben, — in diesen Gegenden, die der alte Libanon mit weißem Scheitel überblickt, dort hat sich der Knoten, der großen, weltumfassenden Frage entscheidend zusammengcschlungen, bereits ist das Schwert, der letzte Löser der welthistorischen Vdlkerräthsel, dort eingeschritten, und Morgenland und Abendland sind sich blutig begegnet in den Thälern des Libanon und am Fuße des Carmel. Kein Sterblicher kann wissen, welches die Ausgänge seien, denen alle diese Verwicklungen entgegen gehen, aber eine höhere Hand hat es geleitet, daß die Augen aller Abendländer nach dem Morgenlandc, und die Blicke der Morgenländer nach dem Abendlande gerichtet sind, und daß auf dem heiligen Boden der alten Bibelgeschichte die Ereignisse angefangen haben ihren Riesenschritt zu gehen. Dieselbe allmächtige Hand wird ihr großes Werk zum Ziele führen und aus der Erde die Geschicke vollenden, die im ewigen Rathe beschlossen sind. Uns aber ge-