Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 1 (1.1841)
- Date
- 1841-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Dadducaer. 33 Rach dem Tode Jesu und der Ausgießung des heiligen Geistes sahen die Sadducäer der Ausbreitung des Evangeliums nicht mehr so ruhig zu. Jesus selbst konnten sie verachten, und glauben, daß mit seinem Tode die ganze Erregung, die er hervorgebracht, wieder zusammen fallen werde, aber die Lehre von seiner Auferstehung und von der himmlischen Herrschaft des Auferstandenen, von dem heiligen Geiste und dessen Wirkungen, — diese Lehren und deren Verbreitung konnten sie nicht ruhig dulden, und nach ihrer gewaltthätigen Weise waren sie die ersten, welche an die Apostel die Hände legten (Ap. Gesch. 4, 1. 2.), und als »immer mehr hinzugethan wurden, die da glaubten an den HErrn» und selbst aus den umliegenden Städte« »Kranke gebracht wurden, und die von unsaubern Geistern gepeinigt waren», und bei den Aposteln Heilung fanden, so waren es wieder die Sadducäer, welche die Apostel verhaften ließen (Ap. Gesch. 5, 17.), während ein Pharisäer, Gamaliel, bei diesem Anlässe den weisen Rath gab, dieses Werk nicht zu bekämpfen, indem, wenn es auS Menschen sei, es von selbst fallen werde, und wenn eS aus Gott sei, man nicht solle erfunden werden, als die wider Gott streiten (V. 38. 39.). Der große Schlag, der das ganze Volksleben der Juden darniederwarf, und den Organismus ihres gesellschaftlichen Daseins aus allen ftinen Fugen riß, ttaf mit zerstörender Gewalt auch die Sadducäer. Da ihr ganzes Gebäude aus lauter Menschendünkel zusammengebaut war und auf dem bloßen Sande des eigenen MeinenS stand, so nahm auch die verheerende Fluth dasselbe um da« Vorhandensein eine« künftigen Leben«. Für diese« wird der «»«druck Auferstehung gebraucht, «eil man sich nicht da« eine ohne da« andere dacht«.