Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 11 (11.1840)
- Date
- 1840-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
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Dir Zeit der Makkabäer. SSO bessern Rath aus der Vergleichung der Siebenzig, alaus allen andern griechischen Schriftsteller«. In so hohen Ehren aber diese Uebersetzung der Siebenzig bei den Juden in alter Zeit stand, besonders jedoch bei den Christen, sowohl früher als jetzt noch, so haben doch die Juden selbst bald nach Christi Zeit, dieselbe unter sich gänzlich abgeschafft, und bedienen sich, wenigstens bei dem Gottesdienste, keiner andern Sprache als der hebräischen oder der nahe verwandten chaldäischen. -Sie haben gegen die Uebersetzung der Siebenzig mit Recht anführen können, daß dieselbe an vielen Stellen mehr als mangelhaft fei, woran wohl hauptsächlich die Art ihres Ursprungs mag Schuld sein. Ueber diesen ist nämlich nur so viel als ausgemacht anzusehen, daß die Uebersetzung der Siebenzig unter den Juden in Aegypten zu Stande gekommen ist, daß mehrere Verfasser und zu verschiedener Zeit daran gearbeitet haben, daß diese Verfasser nicht dem Kreise der theologischen Lehrer — TliannaTm — angehörten und also in vielen Fällen die nö« thige Sachkenntniß nicht hatten, um den hebräischen Tert richtig wieder zu geben, und daß endlich selbst die Handschriften, aus denen sie übersetzten, durch Alter oder aus anderer Ursache etwas unleserlich müssen gewesen sein, denn einmal über das andere haben die Siebenzig äbnlich aussehende Buchstaben mit einander verwechselt, was für den Sinn die störendsten Folgen hatte. Nach der Ueberlieferung hätte der zweite PtolemäuS (PhiladelphuS) in die große Bibliothek, die er anlegte, und die eine Sammlung alles WiffenSwürdigen aller Länder war, auch ein Eremplar des jüdischen Religionsbuches verlangt. Diesesei ihm von Jerusalem aus zugesendet und bei diesem Anlasse auch eine griechische Uebersetzung — eben die der Siebenzig — angefertigt worden. Dieses mag