Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 11 (11.1840)
- Date
- 1840-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4872516-5427203-5427289--1206-4873682- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
340 Die Zeit der Makkabäer. insoweit seine Richtigkeit haben, als wir es blos ans das »Gesetz" oder die fünf Bücher Mose beziehen. .Denn dieser Theil dieser Uebersetzung ist auch bei den Sieben« zig der weitaus am besten gearbeitete. Vermuthlich sind dann die übrigen Bücher erst späternach und nach von den alerandrinischen Juden zu ihrem eigenen Gebrauche überseht worden, wobei die bedeutenden Mängel sich einschlichen an denen die Uebersetzung der Siebenzig leidet. *) Die Zeit, zu der wir nun kommen, ist hauptsächlich durch die politischen Ereignisse in Anspruch genommen, aber gerade diese äußern Drangsale, so wie die daraus sich entwickelnde Befreiung und Unabhängigkeit der jüdischen Ration stehen im engsten Zusammenhang mit dem Unglauben und dem Glauben des Volkes. Seleucus, der Stifter des nach ihm benannten syri« rischen Seleuciden- Reiches, verlegte, wie bereits gesagt, seine ursprünglich (seit dem I. 312) in Babylon gegründete Herrschaft mehr westlich nach Syrien an die Küsten deS Mittelmeeres. Er ließ sich die Hebung des Wohlstandes, de» Handels, der Gewerbthätigkeit und der bürgerlichen Ordnung angelegen sein, was nach den langen, verheerenden Kriegen großes Bedürfniß war. Er erbaute, oder vergrößerte und befestigte vierunddreißig *) Daß der Ueb ersetz er an Zahl gerade siebenjig oder zwei und siebensig gewesen, vollend« daß sie abgesondert gearbeitet und wunderbarerweis» sammt und sonder« eine «brttich übereinsiiimnende Uebersetzung ,u Tage gefördert — sind Mährleiu. Melleicht geht die uralt üblich« Bqeichnung der 70 oder 72 auf den jüdischen Sanhedrin (der au« so vielen Gliedern bestand. wovon weiter unten) pirück, und soll nur sagen, daß diese« Lvllegium da« erste Exemplar drt'jüdischen Gesetzbücher eingesendet habe, wobei wohl auch die Meinung sein sollte, al« stamme auch di» Uebersetzung von diesem hohen Rathe her.