Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 10 (10.1840)
- Date
- 1840-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Di» 'JRjromtefl. m ihnen gelassen worden, welche freilich jetzt von dem Volke auch nicht mehr verstanden wird; daher wird das Evangelium in arabischer Sprache gelesen, da letztere die in gan; Syrien üblich gewordene Mundart ist. I« Abendmahle ist den Maroniten der Kelch nicht entzogen worden. Die Hostie oder das Abendmahlsbrod ist rund und etwas breiter als ein Thaler, dabei einen Zoll dick, und ungesäuert. Der obere Theil dieses Brodes trägt eine Art von Gepräge, und dieses genießt der Pn'ester; das Uebrige wird in kleine Stückchen zerbrochen, die der Priester mit dem Weine in den Kelch »Hut, und woraus er dann einem Jeden mit dem gleichen Löffel feinen Antheil des Mahles darrricht. Diese Priester haben keine Pfründen oder bestimmte Einkünfte; sie leben von den Messen, die sie lesen, den Geschenken ihrer Zuhörer und der Arbeit ihrer Hände. Einige treiben Handwerke, ändere haben einige Feldgüter, die sie anbauen. Das Ansehen und die Achtung, in der sie stehen, entschädigt sie etwas für ihre ärmliche Lage. Jeder, der sie anredet, er sei arm oder reich, küßt ihnen die Hand. Jedes Dorf hat seine Kirche, jede Kirche ihren Geistlichen und ein Glockengeläute, was in dm übrigen Theilm des türkischen Reichs etwas unerhörtes ist. Alle Reisenden sprechen einstimmig von dem heimathlich süßen Eindrücke, dm es auf den abendländischen Fremdling macht, statt des eintönigen Gesanges der GebetauSrufer von der Höhe der Minarcts, in den Thälern des Libanon wieder einmal die langentbehrte christliche Glocke läute» zu hören. In dem kleinen Bezirk, welchen das Land der Maroniten einnimmt, zählt man mehr als 200 Mönchs- und Ronuenklöster. Sie folgm der Regel des heil. AntoniuS, und beobachten sie mit großer Strenge. Die Kleidung der Mönche besteht aus eine« braunen, grobm Tuche, Triller Z,hr, 20