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Das Morgenland · 1840-10-01 · 10 (10.1840) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
3 (1840)
Issue
10 (10.1840)
Date
1840-10-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Da* Priesirrthum. »vr aber, alS die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichen Hause (worunter die wahre Gemeine des HErrn zu verstehen ist), zu opfern geistliche Opfer (im Gegensatz des blos äußerlichen Kirchenchums), die Gott angenehm sind durch Jesum Christum». Die priesterlichen Geschäfte im Heiligthum des Innern sind uns aber auch vorbildlich (typisch) vorgestellt in denjenigen, welche die Familie Aarons, sowohl täglich als am Sabbath zu verrichten hatte. Erstens Morgens und Abends auf dem Brandopferaltar ein Opfer darzubringen, bis es von dem stets darauf unterhaltenen heiligen Feuer verzehrt war. 3 Mos. 6, 12. So muß der innere Christ, so wie er sich seiner selbst bewußt wird, sich seinem hochgelobten Erlöser, der sich ganz für ihn hingegeben hat, auch wieder ohne allen Vorbehalt übergeben, und jeden Gedanken, jede Neigung seines GemütheS, welche nicht ans der lautern Liebe zu seinem Heilande hervorgehen, zum Opfer darbringen. So werde sein ganzes Ich von dem Feuer der heiligen Liebe zum HErrn verzehrt, diese reine Glut bleibe stets unterhalten, und dieses Opfer sei gleichfalls das letzte Tagesgeschäft. Zweitens mußte der Priester durch Waschen der Hände und Füße sich reinigen, ehe er in die vordere Hütte, das sogenannte Heilige, eingehen hurfte. In v. Meyers Blättern (X. Sammlg., S. 44) steht hierüber : »Im geistlichen Sinne wird hiedurch die Aufrichtigkeit deS Herzens und des Wandels angezeigt, womit der geweihte oder innere Mensch sich Gott nahen, und nicht nur waS ihm in seinem äußern Beruf zu wirken obliegt, sondern auch vorzüglich sein Denken, Fühlen und Sehnen von allem Unreinen, wodurch sein Gemüth in selbstgefälliger Eigenliebe und Anklebenheit verunreinigt wird, durch das lautere Wasser des göttlichen

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