Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 8 (8.1840)
- Date
- 1840-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Di» Juden und ihr SBaterlaat. J47 Was sagen unser« Leser zu diesem Aufrufe? fijtntt würdig ist ans alle Fälle und ein eigenes Aktenstück für die innere Geschichte unserer Zeit, wenn er auch ohne änßere Folgen bleiben sollte. Wir freuen uns um so mehr, diese Stimme im Kreise des jüdischen Volkes von einem ihrer Mitbrüder sich erheben zu hören, als wir bereitvor bald einem Jahre (1839. S. 288),unS dahin geäußert haben, daß es uns sehr wundern sollte, wenn die jüdische Nation unserer Zeit diesen Augenblick sollte vorübergehen lassen, ohne von dem christlichen Europa dieselbe Berücksichtigung in Anspruch zu nehmen, welche unlängst dem Volke der Hellenen zu Theil geworden. Wir können nicht glauben — fügten wir bei, — daß ihr Anliegen ungehört bleiben würde, und wenn auch, so hätte doch wenigstens Israel seine unveräußer, lichen Rechte auf die Zukunft verwahrt. Es ist dieses ein Gesichtspunkt der Frage, welchen der Verfasser des obigen Aufsatzes nicht hervorhebt, und der uns aller Beachtung würdig erscheint. In einem Augenblicke, wie der jetzige, wo um Sy« rien und Palästina, wie um ein herrenloses Land daS L00S geworfen wird, wo die Türkei ihr Recht daran durch den Frieden von Kiutajah aufgegeben hat, wo die Ansprüche, die Mehemed Ai darauf macht-, von den gewichtigsten Mächten bestritten werden, — Ansprüche, welche in alle» wege auf keiner andem Grundlage ruhen als einem au, genblicklichen Siege des rebellischen Pascha gegen seinen Sultan (im I. 1832), — in diesem Augenblicke schwei« gen und die on'entalischen und ocridentalischen Mächte vereinigt oder einzeln das Schicksal Syriens und Palästinas wieder auf Jahrhunderte entscheiden lassen ohne ein'Wort der Einrede oder Protestation: das wäre von Seite der jetzt lebenden Generation des Hauses Israel ein Hoch,