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Das Morgenland · 1840-06-01 · 6 (6.1840) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
3 (1840)
Issue
6 (6.1840)
Date
1840-06-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Uffrn di» Oßenbarvng frt Johann»«. ui messiantschen bezeichnen. Wir deuten dadurch an, daß wir das alte und das neue Testament als ein Ganzes ansehen, dessen verbindender Schlußstein in Jesu, dem Messias Israels und dem Heiland der Völker, gegeben ist; daß wir das -lte Testament als den einen, das neue Testament als den andern Grundstein betrachten, auf welchen beiden der Tempel der Gemeine des HErrn sich emporwölbt; daß die Weissagung von dem Messias und seinem Reiche und die Verheißung des neuen Bundes von dem Kommen deS HErrn und seines Reiches zusammenfiießen in einen siebenfarbigen Friedensbogen, der hoch steht am prophetischen Himmel, ein Zeuge Gottes in den Wolken, zu verkündigen, daß alle Gewässer der Trübsal, alle Fluchen des Abgrundes endlich und auf ewig sich verlaufen in dem Namen Jesu, und eine Zeit bevorsteht, wo der Preisgesang der Engel in Er« füllung geht: Friede auf Erden! Durch diese Bezeichnung unseres Standpunktes als deS messiantschen ist ferner ausgesprochen, daß wir die Apokalypse als ein Buch betrachten, das die christliche Kirche sich nicht ausschließlich zueignen darf. Sie, die christliche Kirche darf nicht zu dem Hause Israel sagen: »Dieses Buch gehet dich nichts an; es ist nur mir gegeben». Die Apokalypse ist im Geiste der israelitischen Propheten geschrieben, und derselbe Geist der durch Jesaja und durch Daniel sprach, spricht auch durch Johannes. Dieselben Aussichten, dasselbe Ziel, daS jene Seher vor dem geöffneten Auge sahen,.steht auch dem Seherblicke deS Johannes enthüllt vor Augen. Die, wenn wir so sagen dürfen, israelitische Seite der Apokalypse besteht darin, daß der alt, prophetische Gedanke vom Reiche Gottes auf Erden und zwar geknüpft an Israel und Zion, darin unverändert festgehal«

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