Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 6 (6.1840)
- Date
- 1840-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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173 lieber di« Offenbarung de« Johanne«. ten und neu und Heller entwickelt erscheint. Indem aber zugleich dieses Buch daS lauteste Zeugniß gibt von der in Jesu vollbrachten Versöhnung, von Jesu Hohenpriester» licher, ewiger Würde und von seiner höchsten Macht über alle Schöpfung, wird cS von dem jetzigen Israel zunickgewiesen, und eS ist die christliche Kirche die alleinige Bewahrerin und von Gott ersehene Hüterin dieses prophetischen Heiligthums; nur möge sie sich nicht einbilden, daS Buch rede nur zu ihr, nur von ihr, und der Geist Gottes habe die Verheißungen, die den Vätern gegeben sind, ebenso in den dunkeln, verschollenen Hintergrund geschoben, wie dieß der Geist der Menschen ge» than hat. ES war eine Zeit und ist zum Theil noch, wo die Christen nicht einzusehen vermochten, daß ihr Heiland Jesus auch Israels Messias sei *). Es mußte also gehen. Es mußte im kaufe der Zeiten Israel und die Kirche weit auseinandergehen. Es sollte die Kirche festhalten und bewahren den Namen Jesu und das Zeugniß von seiner Gottheit und seinem Erlösungswerke, aber ohne zu bekennen, daß er wirklich auch, als Messias Israels, an diesem Volke erfüllen werde, was die Propheten verkündigt haben; es sollte andrerseits Israel seine Zeit der Verblendung durchgehen und in seiner dicken Finsterniß festhalten und bewahren die Hoffnung des Mesfia», aber ohne zu erkennen, daß sein Name Jesus heißt. Es mußte also gehen; aber cS muß nicht also bleiben. Israel soll einst den Namen sei« *) Daß er auch Israel« .Heiland» sei. ließ und läßt man immer gelten, aber nicht, daß er, al« der von den Propheten dem Volke Israel verheißene Mesfia«. da« sei und da« an Israel erfüllen werte, was die Propheten von dem Mesfia« ausgesagt haben.