Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 5 (5.1840)
- Date
- 1840-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Ufter tK OffMNnmt M Zoßanne». |4| genttiche Wahrheit enthalten, nur ra der poetischen und erbaulichen Wirkung willen auf den Leser, derselbe wird auch den Evangelisten nicht Alleans- Wort glauOn; noch weniger wird er annehmen, dadie Lerficherung der Propheten: »Go spricht der HMrr» — wirklich Wahrheit sei, und am allerwenigsten wird er den Aussagen der ersten Bücher der Gchrist Glauben schenke«, wenn sie ihm erzählen: »der HErr redete mit Mose und sprach». — Umgekehrt, wer die wirkliche Mittheilung depersönlichen, lebendigen Gottean seine Vertrauten glaubt, wer also keinen Anstand nimmt, die dahin zielende« Au-sagen der heiligen Schriftsteller für wahr zu halten, der wird auch nicht anstehen, in der Apokalypse eine Offenbarung de- HErrn, eine Mittheilung zu se. hen, die Er dem Johannegemacht hat, und die nicht bloaudem Dichtergeiste ihre- Verfasserhervorgegangen ist. ' Wollten wir daher dieser letzter« Meinung eine Widerlegung entgegen halten, so müßten wir von der Offenbarung Gottein der heiligen Schrift überhaupt re. den, und ewürde dieseeine Abhandlung für sich werden. Eliegt aber diesein allewege nicht in «nferm Plane, und wir zweifeln überhaupt an der Zweckmäßigkeit solcher vewei-führungen. So wenig je ein Dichter darum groß, berühmt und bewundert worden ist, weil seine Schönheit und seine Geiste-fülle mathematisch ist erwiesen worden, hingegen jede Geiste-gr-ße durch sich selbst an reinen, gleichgestimmten Geistern fich bewährt, eben so hat, unabhängig von allen den vewei-führungen, an denen na« menttich die englisch« theologische Literatur so reich ist, die Bibel zu allen Zeiten al- Gotte- Ossenbarnng an de« Seelen der Menschen sich innerlich beglaubigt, und man sage «nd schreibe auch künftig zu ihre« vortheil