Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 1 (1.1840)
- Date
- 1840-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
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Zur Geschichte der heiligen Geräthe. |£ dern Kenntnisse, Erfindungen u. s. w. haben auf diese Weise im Laufe der Jahrhunderte das Schicksal gehabt abwechselnd verloren zu gehen und wieder aufgefunden zu werden! Alles daaber was wir von der Bundeslade gesagt, gilt auch von den Geräthen des Heiligthums. Es scheinen die sämmtlichen im Allerheiligsten und im Heiligen ausbewahrten Gegenstände ein Schicksal getheilt zu haben. Sowohl bei der Aufzählung dessen, waS die Chaldäer raubten und wegführten — 2 Kön. 14, 13. und 25, 13. ff., — als dessen, was Esra von dem perskschen Hofe zurückerhielt — ESr. 1, 9. 10. — fehlen die Hauptstücke: BundeSlade, Rauchaltar, Schaubrodtisch und Leuchter. Es scheint übrigens nicht ohne Absicht geschehen zu sein, daß die heiligen Geschichtschreiber dieser, dem Israeliten doch so wichtigen Gegenstände mit keiner Sylbe erwähnen. Alle mußten fragen: Was ist aus unfern Heiligthümern geworden? Und keinem wird darauf geantwortet. Wären diese National-Kleinodien geraubt oder — was freilich unbegreiflich ist — von den Chaldäern, die doch die kleinern Gegenstände alle mit fortnahmen, im Brande des Tempels mit zerstört worden, so sieht Niemand ein, warum die Schriftsteller ein solches Stillschweigen darüber beobachten sollten, hingegen ist dasselbe vollkommen erklärt, wenn diese Kostbarkeiten, zur Zeit da sie schrieben, noch verborgen lagen. Es dient also auch dieser Umstand dazu, jener unserer Ansicht mehr Gewicht zu geben. Es liegt aber noch ein anderes Dunkel auf den Geräthen deS HriligthumS. AlS Salomo den Tempel baute, ließ er »einen goldenen Altar, einen goldenen Tisch, worauf die Schaubrode liegen» und zehn Leuchter verfertigen (1 Kön. 7 , 48. 49.). Was dabei aus