Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 1 (1.1840)
- Date
- 1840-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Zur Geschichte ker heiligen Geräthe. den alten mosaischen Heiligthümern geworden ist, weiß Niemand. Ebensowenig wissen wir, ob die neuen, von Salomo angefertigten Geräthe, den früher» in allem gleich waren, denn wie er statt eines Leuchters im Heiligthum zehn aufstellte, und ins Allerheiligste neue Cherubim, nicht aus lauterm Golde, sondern von Holz mit Gold überzogen, setzte, so mögen auch andere Abweichungen von der alten Vorschrift und den ursprünglichen Formen bei der Verfertigung des Altars, des Tisches und der Leuchter vorgekommen sein. Im zweiten Tempel, nach der babylonischen Gefangenschaft, fehlte bekanntlich die BundeSlade und das Allerheiligste stand leer, denn die ursprüngliche Lade besaß man nicht mehr, und eine neue zu machen getraute sich Niemand. Hingegen die für das Heilige nöthigen Geräthe verfertigte man neu. Ob genau nach der mosaischen Vorschrift, oder ob mehr nach den salomonischen Vorbildern, laßt sich nicht sagen. Diese ganze Ausstattung des Heiligthums fiel aber später in die räuberischen Hände des syrischen Königs Antiochus Epiphanes (t Macc. 1, 23.). Nach ihrem Siege (i. 1.166 v. C. G.) ließen die Maccabäer wieder »neue heilige Gefässe machen, und brachten den Leuchter, den Rauchaltar und den Tisch in den Tempel» (4, 49.). ES wird nicht gesagt, daß diese neuen Geräthe von Gold waren, vielmehr waren sie wegen der Noth der Zeit — nach dem Talmud — aus geringerm Stoffe und wurden erst später durch goldene ersetzt. *) Die Gefässe des Heiligthums also, welche zuletzt dem Römer Titus in die Hände fielen, waren verhälmißmäßig sehr jungen Ursprungs, und nur gleichsam die Enkel oder *) Man vergl. v. Meyer Bibelteut. G. 214.