Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 1 (1.1840)
- Date
- 1840-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Das Heiligthum des Geistes Gottes. Daß diese Auslegung richtig sei ergibt sich ans Vergleichung der Stelle Off. Joh. 4, 5., wo im Gesichte dem Johannes vor Gottes Throne sieben leuchtende Fakeln erschienen, gerade wie, zwar außerhalb deS Vorhangs, aber doch vor der Bundcslade ausgestellt, sich der Leuchter befand mit seinen sieben Lampen. Diese sieben Fakeln vor GotteS Throne werden aber in der angeführten Stelle unmittelbar erklärt durch die Worte: »welches sind die sieben Geister GotteS.» Unter diesem hier siebenfach dargestellten Geiste Gottes haben wir uns aber keine Mehrzahl von Geistern, sondern den einen Geist Gottes zu denken. Denn nicht nur ist ja bekanntlich jeder Lichtstrahl Einer und vereinigt doch sieben in sich, sondern in der Stelle Off. Joh. 1, 4. 6., wo in dem Gruße an die Gemeinen das dreifache Wesen Gottes genannt, und von dem Ewigen von dem Geiste und von Jesu den Gemeinen Heil gewünscht wird, da werden auch, statt des einen Geistes die »sieben Geister, die da sind vor seinem Stuhl» namhaft gemacht. DaS siebenfache Licht im Heiligthum war also zuerst ein Abbild oder Symbol des heiligen Geistes GotteS, der auch in seinem Wesen, wie daS Licht das sein entsprechendes Gegenbild ist in der sichtbaren Natur, die heilige Siebenzahl verschlossen trägt. Da aber dieser Geist erst ausgegoffen wurde über alles Fleisch (Joel 3, t.), nachdem zuvor das Wort selbst Fleisch geworden war, so bezeuget Johannes (1,4—10) von Jesu, Er sei das wahrhaftige Licht, durch welches auch die Welt gemacht sei, — und Jesus selbst bestätigt es, indem er zu den Juden spricht: »Ich bin das Licht der Welt.» Darum stand auch der Leuchter mit seinem heiligen Lichte außerhalb des Vorhangs, *) anzuzei- *) Man sehe oben die Rote auf <5. «. t