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Das Morgenland · 1839-12-01 · 12 (12.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
12 (12.1839)
Date
1839-12-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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382 Stand der Ding« im Morgenlande. orientalischen Angelegenheiten auf eigene Faust vorzugehen, und durch ihren doppelten Einfluß in Alexandrien und in Konstantinopel Friedensunterhandlungm einzuleiten, damit die Pforte und der Vicekönig, ohne weitern Einfluß anderer Mächte, einen Frieden abschlössen, der dm verwickelten Knoten der orientalischen Frage zu allseitiger Zufn'edmheit löse. Zu dem Ende wurde der bisherige französische Botschafter in Konstantinopel, Admiral Roussin, abberufm und durch einen gewandtm Diplomaten, den Grafen von Pontois, ersetzt. Dieser sollte nun das Vertrauen der türkischm Regierung gewinnen und dieselbe zu Annahme der Friedmsvorschläge bewegen, zu welchen, begreiflicherweise, der Vicekönig bereits seine Zustimmllng gegebm hatte. Der Graf von Pontois hatte seine Antrit saudienz bei dem Sultan am 2. November, und seine Bemühungen schimen von dem bestm Erfolge gekrönt. Am 3. November hatte in Konstantinopcl eine große Feierlichkeit statt, welche zwar äußerlich mit der Sendung des Grafen von Pontois in keinem Zusammenhänge steht, aber doch einen Beweis gibt, wie in jenen Tagen die Pfortenregierung dm aus Westen kommenden Rathschlägen ein geneigtes Ohr zu leihen bereit war. ES wurde nämlich an dem genanntm Tage, unter großem Pompe eine Acte öffmtlich bekannt gemacht und von dem Sultan selbst beschworen, welche eine Art von „Eonstitution-- für das türkische Reich sein soll. Die drei Hauptpunkte dieses merkwürdigen ActenstückeS sind: 1) Die Sicherheit des Lebens, der Ehre und des EigmthumS, werdm allen osmanischen Untcrthanen, zu welchem Glaubm sie sich auch bekennen mögen, garantirt. 2) Die zu entrichtenden Abgaben sollm nicht mehr nach bloßer Willkür, sondem nach gesetzlicher Bestimmung erhoben wer-

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