Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 12 (12.1839)
- Date
- 1839-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Oie Geralde im Heiligthum. die in zwei Reihen, je sechs, aufgelegt wurden. Sie wurden gebacken aus feinem Weizenmehl und ohne Zweifel mit Weglassung des Sauerteigs, der nie bei heiligem Gebäck» durfte angewendrt werden. Nach dem Talmud waren diese Brodkucheu an den beiden längern Seiten emporgebogen, so daß »in aufstehender Rand sich bildete. Durch diese Vorrichtung wurde verhindert, daß die einzelnen Brode nicht unmittelbar auf einander zu liegen kamen. Denn da sie nur alle Sabbathe abgenommen und durch frische ersetzt wurden, so hätte es ihrer Erhaltung unmöglich können zuträglich sein, sie dicht auf einander liegen zu lassen. Man sieht auch, daß eben dadurch die Gestelle nnnöthig wurden, welche man auf manchen Zeichnungen antrifft, und von denen der Tert nichts weiß. Der Zeichner wollte die Brodkucheu nicht platt aufeinander legen und dachte nicht daran oder wußte nicht, daß die eylporgrkrümmten Ränder den Zweck schon erfüllten, die Brode luftig übereinander z »halten. Ueber die Brode wurde Weihrauch gestreut (3 Mose 24, 7), welcher wahrscheinlich dann als Opferfcuer angezündet ward, wen» die Priester die Brode aßen. Endlich gehörte zu dem Tische noch einiges Rebengeräthe, das ans vier Stücken bestand: »Schüsseln, Becher, Kannen, Schalen» (2Mose 25,29.). Diese Gegenstände waren aus feinem Golde. Es ist leicht zu begreifen, daß die Bedeutung der einzelnen Wörter nicht so nnnmstößlich sicher ist, dagegen ergibt sich der Zweck dieser Geräthc, wenigstens cineS TheilS derselben, auS dem Beisatze, »mit welchen man ldaS TrankopferI auS- Jesaj. .IR, 7. -Brich dem Hungrigen dein Brod. - nnd im neuen Testamente wo die Rede ist von dem Essen deS Brvdes ,j. B. Matth. 14. in. und 20, 20. Ap. Gesch. 27. rü-> wird auch gesagt, daß es --gebrochen-- werde. i 1