Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 11 (11.1839)
- Date
- 1839-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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$26 Mahmut II und feine Regierung. Rußland, im Falle des Sieges, sictz Konstantinopels be« mächtige. Jndeß verstrich das Kriegsjahr 1828 ohne entscheidendes Resultat. Die Türken verloren zwar die Mehrzahl ihrer Festungen an der Donau, aber Silistria behauptete sich, und bei Schumla, im Eingang des Bal« kan-Gebirges gelegen, waren alle Anstrengungen der Russen vergeblich. Die Türken fochten mit ihrem alten Muthe. Das einzige Ergcbniß von Bedcntung in diesem Feldzüge war die Eroberung von Varna, wichtig als Festung und als Seehafen am schwarzen Meere. Im November zogen sich die Russen, nicht ohne bedeutende Verluste, nach der Moldau und Wallachei zurück. Witgenstein verlor den Oberbefehl, und, besser ausgerüstet, kehrte Dicbitsch im Frühlinge 1829 in die verlassenen Stellungen zurück. Die Festung Silistria fiel, Schumla wurde umgangen, Hussein Pascha geschlagen, und gegen Ende Juli zog Dicbitsch, waS noch keinem russischen Feldherrn gelungen war, über den Balkan hinüber mit seinen Streitkräften nach Rumclien hinab, wo er, nach Konstantinopcl die wichtigste Stadt der europäischen Türkei, Adrianopel, am 19. August besetzte. Noch wollte Mahmud nichts hören vom Nachgeben, bis das russische Heer in einem Halbkreise um Konstantinopel Stcllung nahm, so, daß der rechte Flügel auf die, vor den Dardanellen liegende Flotte des Admiral Heyden, der linke auf das Geschwader des Admiral Greigh, welcher im schwarzen Meere befehligte, sich stützen konnte, und das Schicksal.Konstautinopels ohne Widerrede in der Hand der Russen lag. Nun fügte sich Mahmud in das Unvermeidliche. Der Friede von Adrianopel wurde am 14. September 1829 unterzeichnet. Außer dem Ersatz der bedeutenden Kriegskosten und einer kleinen Provinz in Asien — wo PaSkewitscb bis Erzrrnm vorgrdrnngrn