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Das Morgenland · 1839-11-01 · 11 (11.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
11 (11.1839)
Date
1839-11-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Mahmud ll. und seine Regierung. 335 da er hieran durch nachdrückliche Drohungen gehindert wurde, sich zu rächen durch die gänzliche Verwüstung von Morea. Allerdings, wenn ein Theil der Griechen sich unterworfen, ein anderer Theil ausgerottet war, und der letzte Rest gefangen in den Schiffen Jbrahim's lag, so gab es für Europa kein Griechenland mehr, das zu retten wäre, und der Vertrag vom 6. Juli war grau, sam verspottet. So weit kam es aber nicht. Als die aufsteigenden Rauchsäulen und der geröthete Himmel über Morea weithin verkündigte, daß mit Feuer und Schwert der letzte Schlag auf Griechenland geführt werde, legten sich die drei Admirale der englischen, französischen und russischen Flotte, Codrington, Riguy und Heyden, vor den Hafen von Navarin, der die türkisch »ägyp, tische Flotte, von etwa 90 Fahrzeugen, barg. Am 20. Oktober (1827), Nachmittags gegen 2 Uhr, liefen die drei Geschwader in die Bucht von Navarin ein. Ge, gen 3 Uhr begann der Kampf; als der Abend däm» merke, dem Donner der Schlacht die Stille folgte und die Wolken des Pulvcrrauches sich verzogen, gab es keine türkisch,ägyptische Flotte mehr; nur Trümmer deckten den Sttand. Unbedeutend ist die Zahl der wenigen, und nur kleinern Fahrzeuge, die nach diesen granscnvollen Stunden dem Ibrahim und seinem Gebieter als Andenken an die vernichtete Flotte übrig blieben. Die natürliche Folge dieses fürchterlichen Schlages war ein Bruch zwischen der Pforte und den drei Mächten. Jndeß kam es zwischen England und Frankreich einerseits und der Türkei andererseits zu keinen Feind, scligkeiten; vielmehr beobachtete England mit eifersüchtigem Blicke den Gang des nunmehr zwischen Rußland und der Pforte ausbrechenden Kampfes, und es schien diese Macht entschloßen, nicht zugeben zu wollen, daß

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