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Das Morgenland · 1839-09-01 · 9 (9.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
9 (9.1839)
Date
1839-09-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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Stand der Dinge im Morgenlande. »83 namentlich auch, damit sie ein Bollwerk bilde gegen Rußland; dieses letztre scheint aber nicht gesonnen, die im letzten Kriege, mit dem Schwert eroberten Bortheilc nur so leicht hinzugeben, und so ist es leicht begreiflich, daß manche Schwierigkeiten sich Hervorthun, wenn es sich darum handelt, die orientalische Frage gemeinschaft, lich und einmüthig zu lösen. Eine andere Schwierigkeit liegt zwischen Frankreich und England. Wir haben zu wiederholtcnmalen schon früher darauf hingewiesen, daß Englands Interesse gebietrisch erfordert, sich von dem europäischen Wasser in'S asiatische, von dem Mittelmeere in'S rothe, oder in den persischen Busen eine Brücke zu schlagen, daS heißt einen gesicherten Durchgang zu gewinnen, fei eS durch Aegypten nach dem rothen Meere, oder durch Syrien nach den Wassern des Euphrat und des persischen Busens. An beidem sind aber die Engländer verhindert durch Mehemed Ali, der über Aegypten und über Syrien gebietet. Darum wünscht England, wenn nicht seinen Untergang, doch daß er wenigstens Syrien verliere. In den Angelegenheiten der Politik und des Jntereffe's ver, halten sich aber England und Frankreich seit Jahrhunderten zu einander wie zwei Wagschaalen: sie bewegen sich immer in entgegengesetzter Richtung. Es kann unS daher nicht wundern, daß Frankreich, welches von jeher den Mehemed Ali beschützt hat, ihn jetzt am wenigsten im Stiche lassen will. Als nun neuerlich die Mächte vereinigt von Mehemed Ali forderten, daß er die türkische Flotte herausgebe, welche ihm nur durch Verrath zu Händen gekommen sei, und hierauf dieser ausweichend antworttte: die Flotte sei bei ihm als dem treuesten Unterthan deS Sultans gut verwahrt; indeß wolle er sie gerne herausgeben, wenn nur erst EhoSrew Pascha von

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