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Das Morgenland · 1839-09-01 · 9 (9.1839) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
9 (9.1839)
Date
1839-09-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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276 Schreib,n au« Gri«henland. auf himmelblauem Grunde und einiges schneeweißes Gewölk über mir bewundernd angestaunt. So lange die Sonne am Himmel ist, macht es sehr heiß; im Zimmer bis zu 26 Grad Reaumur. Abends wird es etwas kühl; gewöhnlich erhebt sich dann die frische Seeluft über das Land, sonst ists auch in der Nacht noch warm. Gewitter und Regen sind überaus selten, und oft fällt während acht bis zehn Monaten kein Tropfen Regen auf das dürre Land. Thau fällt eigentlich auch keiner, wenigstens habe ich im Sommer keinen bemerkt, nur etwas Feuchte verbreitet sich in der Luft, wahrscheinlich von der Seeluft gebracht. Wenn ich spät Abends in's Freie ging, fühlte ich nur an der glatten Fläche meines Spazierstocks, da wo ich denselben nicht hielt, eine kaum bemerkbare Feuchte, aber an den Kleidern war eS nicht fühlbar. Mond und Sterne in vollem Glanze, ungehindert durch die reine Luft strahlen immer ihr mildes, weiches und kosendes Licht herab. Dieß ist die Zeit, wo Jedermann das Freie sucht, und die Feier und Wonne der Mondnächte oder der Sternenhelle genießt. Wer kann und Lust hat, oder wer muß, bettet sich auch für die Nacht unter freiem Himmel. Das Erdreich ist sehr fruchtbar und Ackerbau wird jetzt stark getrieben. Das Land ist jetzt schon einem Garten gleich; was wäre es erst, wenn es mehr Wasser hätte? Brunnen und Cisternen, da man in den Regenmonaten Wasser sammelt, ersetzen einigermaßen diesen Mangel. Rindvieh ist wenig im Lande; mehr gibt es der Esel, Maulesel und Pferde. Auch werden hie und da — im Piräus (Hafen von Athen), Korinth und anderswo — einige Kameele zum Lasttragen gebraucht. Zahlreiche Heerden von Ziegen werden unterhalten, welche den Ein-

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