Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 6 (6.1839)
- Date
- 1839-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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lieber die Zunamen der Mvslimrn 1 >Az eigenen Ramm, dem Vornamm, dem Zuname» und' dem Beinamen, welcher letzte von dem Orte, von der Familie, der Secte n.s.w. hergenommen ist, gibt es noch zwei an« dere Klaffen von Namen, deren einer (Raat) bald als Lob, bald als Tadel gemeint, der ist unter welchem der Benannte vorzüglich bekannt tMaaruf) oder berühmt (Meschhnr) gewordm, am besten auf deutsch als Spitznamen zu übersetzen; endlich der Dichternamen (Machlaß), welchen nur Dichter in ihreir Gedichten zu führen berechtigt sind, unter welchem sie aber später berühmt geworden, insgemein damit bezeichnet werden. Von diesen sechs Klaffen arabischer, persischer und türkischer Namen, Vor« »amen, Znnamm, Beinamen, Spitznamen nnd Dichternamenhaben wir es hier nur mit den Zunamen zu thun, indem wir eine bisher ganz unbekannte Bedingung der» selben bekannt machen. Die Belehrung hierüber befindet sich in einem kleinen persischen Jnscha d. i. Briessammlung, welche ich sammt einer Abhandlung über das Städtchen Eschnuje von Herrn Pfarrer Barth in Ealw zum Geschenke erhalten, indem ich die Uebersetzung jener Abhandlung in die Zeitschrift veS Auslandes einsende, und anS dem persischen Jnscha das Folgende mittheile, glaube ich am besten meinen Dank für jeneS Geschenk abznstattcn. Zum Schluß der Einlei« tnng der erwähnten Briessammlung heißt eS: »Wisse, wenn Jemand Mohammed heißt, so gibt man ihm den Zunamen Dschelaleddin (Erhabenheit der Religion) oder Schemseddin (Sonne der Religion); ist sein Name Ali, so wird er Seineddin (Zierde der Religion) zngenannt. Der Zuname Hasan's ist Tadscheddin (Krone der Religion), der HuSein's Kemaleddin d. i. Vollkommenheit der Religion; wer KaSim heißt, erhält den Zunamen Siradscheddin (Leuchte der Religion);