Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 4 (4.1839)
- Date
- 1839-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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11« Der Leviathan. wurde und wird noch im Morgenlande nicht durch Ausschlagen deS Getreides vermittelst der Flegel verrichtet, sondern man läßt entweder ganz einfach auf den kreisförmig gelegten Garben Ochsen hernmgchen, welche mit ihren Hufen die Körner austreten, oder man bedient sich zu diesem Zwecke einer Maschine, welche ebenfalls von Ochsen*) über das ausgebreiteteGetreidehingezogenwird. Diese Maschine wird nicht unpassend Dreschschlitten genannt, da sie mit einem Schlitten große Aehnlichkeit hat. Zln der untern Seite waren scharfe Steine angebracht, oder auch waren sie mit Eisen beschlagen, um das Sttoh und die Aehren zu brechen. DaS Koni wurde nachher mit der Worfschaufel geworfelt, das zermalmte Sttoh diente als Futter für das Vieh. Noch heutzutage besteht die syrische Dreschmaschine auS einigen Brettern, in welchen auf der untern Seite eine Menge Feuersteine befestigt sind. Wenn nun von dem Leviathan gesagt wird, er ziehe einen Dreschschlitten über den Schlamm, so bezieht sich dieses auf die Eindrücke oder Spuren, welche die Bauchschuppen dieses Thiercs in dem Schlamme hinterlaffen, wenn es in demselben liegt oder darüber sich hinschleppt. BerS 22. (23.). Er macht die Tiefe sieden, wie einen Kessel; er macht das Meer wie eine Salbe. ES wird nun die Bewegung des Leviathan im Wasser beschrieben. Dieselbe ist so heftig, daß er die Wassertiefe gleichsam sieden macht, das heißt in wallende Sttömung versetzt. Unter einem andern Bilde wird die Gewalt, mit welcher er in dem Meer herumfährt, eS *1 Diesen bei der Drescharbeit gebrauchten Thieren sollte nach dem Israelitischen Gesetze (» Mos. 26, 4.) kein Maulkorb angelegt werden, denn »der Gerechte erbarmt fich seines Viehs».