Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 3 (3.1839)
- Date
- 1839-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
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Di« Lage delodlen Meere«. 86 strafenden Gerechtigkeit Gottes verlassen, glauben wir unfern Lesern nicht unwillkommen zu sein durch einige Mittheilungen über die Beschaffenheit des WasserS im todten Meere, die wir dem Werke v. Raumer's über Palästina*) entnehmen. »Todt heißt das Meer, da an ihm keine grüne Pflanze, kein Wasservogel auf ihm, in ihm kein Fisch, keine Muschel sich findet. Führt der Jordan Fische hin, ein so sterben sie. Dieß erklärt die Stelle Ezech. 47, 8 — 10.« "Salzig heißt das Meer; sein Wasser ist das sal« zigste auf der Erde, so salzig wie gradirte Soole, zu, gleich höchst bitter und ekelhaft schmeckend, doch klar. In 100 Theilen Wasser sind 42 Theile Salz und 24 Theile salzsaure Bittererde. Es ist so gesättigt, daß hineingeworfenes Salz sich nicht auflöst. Taucher kom, men mit einer Salzkruste überzogen heraus, die Ufer, steine sind mit Salz überzogen und fußdicke Salzschol« len finden sich am östlichen Ufer. Durch den Salzge» halt ist das Wasser specifisch schwer und erleichtert da, her das Schwimmen. Josephus erzählt, Vespasian habe Menschen, die nicht schwimmen konnten, mit auf den Rücken gebundenen Händen in den See werfen lassen, und sie seien nicht untergegangen (veU. lud. 4, 8, 4.). Missionar Nikolaison, der um Ostern 1833 das todte Meer besuchte, schreibt: "Einige von uns badeten sich, und wurden nicht wenig überrascht, daß uns das Was, ser durchaus nicht untersinken ließ. Wir versuchten unS unterzutauchen, aber eS half nichts, wir konnten den Boden deS Wassers nicht erreichen, ob eS schon nicht viel über MannSttefe hatte. Legten wir uns gestreckt *) 2te Ausg. Seite 63 ff.