Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 2 (2.1839)
- Date
- 1839-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Zusammenhang der letzten Gleichniß-Reken Jes». 43 aber von demselben nickt die mindeste Anwendung im -eben macht. IV. Endlich zeigt Jesus in der vierten und letzten Gleichnißrede (Matth. 25, 31. ff.), nach welchen Grundsätzen er dereinst die Welt richten wolle. Auch hier hat er hauptsächlich den Umstand im Auge, daß er selbst die Erde verläßt, und dann die Menschen, wenn er kommt nnd richtet, überrascht sind, nicht blos durch die unerwartete Zeit seines Erscheinens, als auch durch die eben so unerwartete Art und Weise seines Gerichtes. Er wird den Einen sagen: Ihr habt mich gespeiset, getranket, beherberget u. s. w., nnd zu den Andern: Ihr habt dieses nicht gethan. Alle aber werden sich verwnndern, wie Sr, der nicht hier auf der Erde gewesen, nun bei seiner Zukunft nach diesem Maaßstabe richten könne. Darauf wird er antworten: Was ihr gethan (oder nicht gethan) habt, einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir gethan (oder nicht gethan). Vers 40. Die lange Verzögerung seiner Wiederkunft macht, daß Viele, ja Alle es vergessen, er sei zwar unsichtbar, aber doch persönlich nahe in seinen Brüdern ans Erden, und unser Verhalten gegen diese gelte ihm als ein Verhal, ten gegen ihn selbst, sei es nun zu Liebe und Wohlthat, oder zu Gleichgültigkeit nnd Entfremdung. ES ist nicht nöthig', daß man erst darauf aufmerksam mache, wie genau das Wort Jesu, daS er im Blicke auf dir spätern Zeiten gesprochen, in Erfüllung gegangen ist: "Weil die Ungerechtigkeit wird überhand nehmen, wird die Liebe in Vielen erkalten». Matth. 24, 12. Daher kommt nicht nur, daß seine Kirche unter sich nicht in der engen Verbindung steht, in der sie stehen sollte, sondern