Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 2 (2.1839)
- Date
- 1839-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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44 Zusammenhang der letzten Sleichniß-Reden A»su. sie legt auch andern Religionen gegenüber nicht das Zeugniß ab zu dem sie berufen ist, das Zeugniß von dem HErrn, der ungesehen in seiner Kirche wohnt und in jedem sei, ner geringsten Brüder uns gegenübertritt, und der bereit ist zu kommen in Herrlichkeit und alle Welt zu richten nach dem Maaßstabe ihres Verhaltens gegen ihn in seinen Gliedern. Daher geschieht auch, daß die Bekenner, nicht blos der nicht, christlichen Religionen, sondern auch die Bekenner der verschiedenen Confessionen der christlichen Kirche, Jeder in seiner Weise hofft, die Seligkeit zu erlangen vermittelst des Glaubens und Bekenntnisses der Kirchenpartei, zu der er gehött, wobei allzusehr vergessen wird, daß der HErr, wenn er kommt, nach der vor uns liegende« Glcichnißrede, zwar allerdings nach dem Glauben an Ihn fragen wird, aber nach einem solchen Glauben der im geringsten Mitbruder Ihm, den, un« sichtbaren HErrn, zu dienen beflissen war. Haben wir nun gesehen, wie diese vier letzten Gleichyißreden unsers HErrn, bei aller Verschiedenheit deS In, Halts und der Darstellungsform, den gemeinsamen Zweck haben, die Gläubigen und die Menschen überhaupt zu warnen vor der Sicherheit, welche die Folge seiner spätern Wiederkunft sein mußte, und vor den Gefahren, welche nach seinem eigenthümlichen Verhältnisse einen Jeden am nächsten bedrohen, und endlich Allen einzuschärfen, daß die Zeit und Art seiner Wiederkunft, so wie die be« sondere Weise deS damit verbundenen Gerichtes, so ganz anders sich verhalte, als irgend Einer denkt oder erwar, tet, und haben wir ferner (oben Seite 37) bemerkt, daß je höher die Elaffe gestellt ist, an die Er sein Wort richtet, auch um so ttcfer hinab ihre Verantwortlichkeit sich er,