Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 2 (2.1839)
- Date
- 1839-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4872516-5427199-5427238--0479-4872964- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
$8 Zusammenhang der letzten Gleichniß-Reden Zesu. »hun oder nicht thnn, das haben sie dem HGrrn gethan oder nicht gethan, dem sie mit Erwartung seiner Zukunft entgegen wandeln. Auch hierin bestätigt es sich also: »Welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und welchem viel befohlen ist, von dem wird man viel fordern.« Luc. 12, 48. Treten wir näher an jedes dieser vier Gleichnisse und fassen wir die Gefahr in's Auge, mit welcher unS jedes derselben bekannt macht, und von der diejenigen bedroht sind, welche in dem Gleichnisse selbst gemeint werden, so erkennen wir zuerst, wie diese Gefahr für Alle die gleiche ist, und darin besteht, daß die einstige Zu, kunft deS HErrn und seine fortdauernde, unsichtbare Nähe vergessen wird, und man in den Traum der Gegenwart so eigenmächtig sichwersenkt, als ob nicht die, selbe, sammt unserer ganzen Vergangenheit und Zukunft des HErrn wäre. Sodann bemerken wir, wie dentlich in diesen Reden Jesu der Geist dessen sich offenbart, vor dem alle Zeiten nnd alle Gestaltungen der Jahrhunderte im Voraus ansgebreitet offen liegen. Die Uebel, welche, nach seinem Aussprüche, jeder der vier Claffen drohen, in die er seine Menschheit in diesen Reden eintheilt, sehen wir sie nicht offenbar und handgreiflich durch den -ans der Jahr. Hunderte heransgetreten nnd erstarkt? Ist nicht jede derselben in die angekündigten Gefahren nnd Fallstricke entweder längst schon gefallen oder täglich von ihnen bedroht? Wir wenden uns zu dem Einzelnen, begnügen uns jedoch einige Hauptgesichtspnncte heran-zuheben, da wir hier bloß den innern Zusammenhang dieser letzten Gleich-