Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 2 (2.1839)
- Date
- 1839-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Zusammenhang d«r letzten Sleichnip-Sleden Jesu. %7 Herr gesetzt hat über fein Gesinde, daß er ihnen die Speise reiche zu rechter Zeit» (24, 45. ff.); II. zu den Christen, die mit erwachter Sehn» sucht und Glauben Ihm und seiner Zukunft entgegensetzen unter dem Bilde von »zehen Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und gingen auS dem Bräutigam entgegen» (25, 1. ff.); III. zu den Christen insgesammt, die als Glieder der Kirche verantwortlich sinh für die in derselben nieder, gelegten Güter, unter dem Bilde der »Knechte, denen ein Mann, der über Land zog, seine Güter über, gab» (25, 14. ff.); IV. zu den Menschen überhaupt, ohne Rücksicht auf irgend eine Glaubensform oder Kirchengemeinschaft, unter dem Bilde des Gerichts, das Er halten wird nach dem Grundsätze: »Was ihr gethan habt einem un, ter meinen geringsten Ppnderu, das habt ihr mir gethan» (25, 31. ff.). Hiebei ist zu bemerken, daß diese vier Gleichnißreden in ihrer Aufeinanderfolge so gestellt sind, daß jede der dargestelltcn Classen zugleich betroffen wird von allem dem, was den unter ihr stehenden Classen gilt, während den untern nicht das gilt, was den obern gesagt ist. Der Oberknecht im ersten Gleichnisse hat daher aus sich ebenfalls anzuwenden, was allen folgenden gesagt ist. Denn auch er soll Oel haben in der Lampe, soll sein Pfund treu verwalten, soll seine Brüder ansehen als Glieder Christi. Die Jungfrauen im zweiten Gleichnisse werden ebenso betroffen von allem dem, waS den unter ihnen stehenden Classen gesagt ist. Denn sie die dem HErrn entgegen gehen wissen, wohl, welche theuern Gaben sie von ihm empfangen haben, und waS sie dem geringsten Bruder