Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 373 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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*73 sonst ihnen gehörigen Kapelle ihr Wappen wieder rinmauern. Sie stützten sich hiebei auf einen Befehl, den ihnen der französische Geschäftsträger ausgewirkt. Aber die Griechen duldeten es nicht, weil die Kirche jetzt ihr Gut sei. Während nun die Griechen dort mit Einpflanzung eines Steines beschäftigt waren, kam ein lateinischer Geistlicher dahin, um zu beten. Da schlugen sie ihn mit dem Hammer vor den Kopf, und hätten ihn ermordet, wenn ihm «icht auf sein Geschrei, die andern Bäter zu Hülfe gekommen wären. Die Griechen erfanden seitdem neue Schleichwege, um sich den Garten der Hirten bei Bethlehem mit 40 Oelbäumru anzucignen, und die dahin wallfahrtcnden Katholiken zu mißhandeln. Im gleichen Tone des gekränkten Gefühl-, das für die Rechte seiner Kirche eifert, fährt Scholz fort: Die Franken ohne Schutz von Seite Frankreichs, daS sie sonst gegen solche Ungerechtigkeiten schirmte, und fast ohne Untrxstützung aus Europa, wodurch sie den Türken gleiche Summen anbicten könnte», wie die Griechen, unterliegen diesem lasterhaften Betrüge, während diesen die unerschöpflichen Quellen ihrer Nation zu Gebote stehen, die Alleauf Treu und Glauben den Mönchen opfert, unter^ dem Vorwände: um daS heilige Grab von der Vernichtung zu retten, in der That aber um die Lateiner in Bezahlung der Türken zu übcrbieten, und diese aus Palästina zu vertreiben. Sie tragen immer den Sieg davon, sie leben immer unter den Türken, sind ihre DragomanS (Dolmetscher), Diener, Unterthanen, und diese sind ihrer Gelder versichert; die Franken dagegen bleiben ihnen immer fremd, gegen sie hegen sie immer Verdacht, und nur der Schutz von Konstantinopel aus kann sie erhalte». Auch bringt den Muhammedanern da- Begünstigen der Griechen und der dtrmenier Vortheile, die ihnen die Frau-