Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 374 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4872516-5427189-5427232--0420-4872909- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
374 fett nimmer gewähre» können. Sie haben im Durchschnitte alle Jahre 4000 Pilger. Die Abgabe, welche diese Pilger für die Erlanbniß, die beiligen Orte besuchen zu dürfen, bezahlen müssen, btträgt nach einem niedrigen Anschläge 38,000 spanische Thaler. Außerdem verdienen auch noch die Muhammedaner ein schönes Geld durch den Transport der Personen und Sachen, da sie die Besitzer der meisten Manlthiere und Kamreke sind. Hiezu kommen noch die zahlreichen außerordentWchen Geschenke, welche die Mönche bei vielfachen Anläßen an die muhammeda« Nischen Behörden zu entrichten haben. Dagegen gewinnen die Muhammedaner von den armen und in unbedeutender Zahl ankommenden lateinischen Pilgern so gut als nichts. Kein Wunder also, wenn diese unterdrückt und jene begünstigt werden. Wir kommen nun aber zu der letzten und größten Klage, welche die lateinischen Väter in Jerusalem erheben, eS ist die über gänzliche Verarmung. Schon im Jahr 1812 schrieb der bekannte Reisende Ludwig Burckhardt: »Die Einnahme Spaniens durch die Franzosen (unter Napoleon) baden sie (die lateinischen Klöster deS heiligen Landes) sehr empfindlich verspürt und in den letzten vier Jahren wenig ans Europa erhalten, während die türkischen Behörden den jährlichen Tribut «nd die außerordentlichen Conttibutionen, eben so wie sonst fordern, *) so daß wenn Spanien nicht bald befreit *) Kiew macht Burckhardt die Anmerkung: -- Die Brüderschaft von Terra Santa (dem heiligen Lank») zahlt dem Pascha von Da matt jährlich etwa «2.ovo Pfund Sterling. Das griechische Kloster in Jerusalem zahlt viel mehr, sowohl um seine eigenen Privilegien zu behaupten, als auch um di» der Katholiken zu beeinträchtigen».