Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 372 (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
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37* die Griechen nach Konstantinoprl und erhielten für große Geldsummen, welche der Dnltan zu dem damaligen Kriege gegen Rußland nöthig brauchte, die Gestattung, die Kirche wicderherzustellen. Vergeblich wurden von Ikeite der Lateiner die dringendsten Gegenvorstellungen gemacht. ES fehlte der Schutz Frankreichs, hauptsächlich aber die vielvermögenden Geldmittel. Die Griechen unternahmen nnn den Wiederaufbau der zum Theil eingeäscherten Kirche, und begannen ihn mit Zerstörung aller lateinischen Inschriften in der ganzen Kirche, der Grabmähler Gottfrieds von Bouillon und Balduins, und vieler anderer durch Kunst, Alter oder Erinnerung ehrwürdiger Gegenstände. Auf diesen Trümmern errichteten sie die jetzige Kirche, die sie als ihr Eigenthum bettachten und behandeln. Otto von Richter, ein unparttiischer Beobachter, sagt: »Die Griechen haben die Kirche nach der Zeichnung des Architekten Komeano Kalfa aus Konstantinopel hergestellt, aber sehr geschmackwidrig. Die neue Kuppel ist niedrig, und von schlechter Form; an die Stelle der rnnden Säulen sind schwerfällige, viereckigte Pfeiler getteten, und das Ganze ist mit Zicrrathen auf weißem und grauem Grunde so elend bemalt, wie kaum ein Landhaus bei. Konstantt'nopel. Wer cS sieht, muß sich versucht fühlen, Alles umzuwerfen ». *) Umsonst — fährt Scholz fort — protestirte derProcurator deS lateinischen Klosters gegen solche scheußliche Gewaltthätigkeiten, gegen diese Gräuel der Verwüstung. Sr wurde in's Gefängniß gesperrt, weil er die verlangte Summe von 50,000 spanischen Thalern nicht bezahlen konnte. Im Jahr 1811 wollten die Lateiner an dem Orte, wo das Kreuz gefunden worden sein soll, "1 in einer *) Reisen. S. >8. **) Diese Steile befindet fich in dem östlichen Theile der großen Kirche de« heiligen Grabe».