Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 358 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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358 fes, seine stille, sichere Behausung unter dem bergenden Lotosgebüsche ist hier unnachahmlich schön gezeichnet, und keine Uebersetzung erreicht den sprechend gewählten, bedeutsamen Ausdruck des hebräischen Originals. VerS 18. Siehe, ein Strom schwilt an, und schreckt ihn nicht; er bleibt ruhig, wenn ein^Jorda» ihm zum Munde anstürzt. Mehrere ältere Uebersctzungen drücken hier den Gedanken aus, der Behemoth verschlinge einen ganzen Strom. DaS wird aber nicht gesagt. Die Beschreibung schildert ihn, wie er furchtlos und sicher, ungeacht seiner Größe und Schwere, in den Fluthen der größten Ströme sich bewegt. DaS Anschwellen des Flusses malt die Tiefe, — daü Anstürzen schildert die Heftigkeit der Fluthen. Die eine so wenig als die andere schreckt oder überwältigt den 'Behemoth. Zu der Bedeutung des Ausdruckes : zum Munde, vergleiche man die sprichwörtliche Redeweise: das Wasser reicht ihm an den Mund, — wobei dieser Moment als der beängstigende bezeichnet wird. Des Jordans geschieht hier nur beispielweise Er, l wähnung; nicht als ob der Behemoth im Jordan lebte. Weder das Nilpferd noch rin anderer dieser große» Vierfüßer hat ie in Palästina gelebt. Darum steht auch nicht der Jordan, sondern ein Jordan. Dieser Flnß wird angeführt als der größte den die Hebräer in ihrem Lande hatten und näher kannte»». VerS 19. Fängt man ihn vor seinen Angen? Zieht man ihm den Strick durch die Nase? In diesen Schlußworten der Beschreibung deS gewaltigen Behemoth »vird daS Unvermögen deS Menschen herausgehoben mit diesem Fürsten der thierischen Schöpfung den offenen Kampf zu bestehen und den besiegten sich nn-