Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 354 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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Wir wollen nun noch die Stelle selbst in dem Buche Hiob vor uns nehmen nnd die dichterisch,erhabene Schilderung lesen, welche der Geist Gottes, — er der selber schöpferisch über dem Ehaos schwebte, als Himmel und Erde geschaffen wurde, — von diesem Riesen der Einöden entwirft, der bestimmt ist, ein schweigendes Zeug, m'ß von der Größe seines Schöpfers abzulegen in stillen, tiefen Wildnissen, wo nur die gewaltige Natur ihren Ur» Heber preist, aber keines Menschen Lobgesang erschallt, kein bewußtes Wort des Gebetes von heiligen Lippen ge« sprochen wird. Die Beschreibung des Behemoth — des Nilpfer« des — findet sich in dem 40sten Capitel des Buches Hiob, vom lOten bis zum ISten Verse, oder nach andc« rer Abtheilnng vom ISten bis zum Listen. Wir geben sie nach dem Grundtcrte, mit Beifügung der nöthigen Erläuterungen. Vers 10. Siehe da, der Behemoth, den ich neben dir geschaffen habe; er frißt Gras, wie ein Rind. Reben dir, will sagen: eben sowohl alö dich. Dieses Ungeheuer von Thier weidet friedlich, wie der Ochse. Vers 11* Siehe, seine Kraft ist in seinen Lenden und sein Vermögen in der Stärke seines Bauches. Man übersetzt gewöhnlich Muskeln des Bauches, oder, wie Luther, Nabel. *) Es wird aber hier durch *) Da« hebräische Wort drückt den Begriff von Festigkeit und Härte au«. Man erinnere sich, wa« oben angeführt worden ist, das sonst die «eichern Theile de« untern Bauche« bei dem Nilpferd« dieselbe feste Härte «eigen, wie alle andern. Rach der genauen Beobachtung eine« Naturforscher« hatte die Haut de« Nilpferde« am untern Bauche die Dicke von t Zoll 9 Linien franjbs. Maas (Rnffon. hist. n«t.)