Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 353 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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SS3 unter das Wasser und zerschmetterte ihn; die beiden Jäger entkamen mit Noth dieser große» Gefahr. Von den fnnfundzwanzig Flintenkugeln, in einer Entfernung von etwa fünf Fuß auf den Kopf des Unthiers abgeschoffen, hatte nur eine hie Haut und den Knochen bei der Rase durchbohrt; bei jeglichem Schnauben spritzte nun daS Thier reichliche Blutströme auf die Barke; alle andern Kugel« waren in der Dicke der Haut sitzen geblieben. Wir bedienten uns endlich eines Standrohrs, dessen Gebrauch in so kleiner Entfernung wir überflüssig geglaubt hatten. Aber nur, nachdem fünf seiner Kugeln, in einer Entfer, nung von wenigen Fuß gefeuert, die schrecklichste Verwüstung in dem Kopf und Körper deS Thierangerichtet hatten, gab der Koloß seinen Geist auf. Die Dunkelheit der Nacht vermehrte daS Schauerliche deS Kampfes. Dieses rirsenmassige Thier schleifte nach Belieben unsre große Barke in jeder Richtung deS Sttomes, und in einem sehr glücklichen Augenblicke für unS unterlag es, indem eS gerade daS Fahrzeug in ein Labyrinth von Klippen gezogen hatte, die um so gefährlicher werden konnten, da wegen der großen Verwirrung, worin die ganze Schiffsgesell-^. schüft war, Niemand solche bemerkte--. --Nilpferde von der Größe des in Rede stehenden, können von den Landeseingeborneu wegen Mangel eines Standrohrs nicht erlegt werden. Diese Thiere sind hinsichtlich ihrer Geftäßigkeit eine wahre Landplage. Die Bewohner haben keine Mittel, sie für immer von ihren Pflanzungen abzuhalten. Alles was sie thnn, ist, mit einer Trommel zu lärmen und stellenweise Feuer zu unterhalten. An einigen Orten sind die Nilpferde so kühn, daß sie nur dann ihren Weideplatz räumen, wenn eine große Anzahl von Menschen schreiend auf sie zukommt--. 2»