Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 347 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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347 AegyptenS bewohnt. In älterer Zeit fand cs sich auch in den untern Theilen dieses Landes, aber gegenwärtig ist sein Hauptaufenchalt tiefer südlich, und nicht bloS am Ril, sondern überhaupt an den großem Flüssen und Sem Afrikas. *) Sein Körper stellt eine mtsetzliche Masse dar, indem bisweilen feine Länge nicht weniger als 17 Fuß beträgt, bei einer Höhe von 7> und einem Leibesumfang von 15 Fußen. Ein unförmlich großer Kopf sitzt an die« sem Rumpfe, mit einem weit aufgehmden Rachen. Der Kopf allein hat öfters die Länge von 3'/, Fuß, wobei daS Maul auf 2 Fuß Länge sich öffnet. AuS diesem Schlunde drohen vier oder mehr gewaltige Zähne heraus, die bis auf eine Elle lang sind und 6—7 Pfund wiegen. Die Haut des Körpers ist schwärzlich und fast ohne Haar. Sie ist so dick und hart, daß daS Thier buchstäblich stich« und kugelfest ist. Selbst am Bauche, wo doch bei dem Elephantm die Haut weicher ist, hat sie bei dem Nil« Pferde die gleiche undurchdringliche Härte. Darum hat *) Wir führen über den Aufenthalt desselben eine Stelle an. au« neulich in öffentlichen Blättern erschienenen Mittheilungen de« Generalstaab«arrte« der ägyptischen Marine» Dr. Max Koch, au- Baiern. über seine Reisen in den südlichsten Gegenden Nubien«, dem Reiche Sennaar. Nachdem er den Riesenbaum Baobab beschrieben, welcher gewöhnlich eine Höhe von IM Fuerreicht, bei einem Stammumfang von Z« Fuss. fährt er alsofott: — »Welch ganz neuer Anblick für den Europäer — diese der Zeit trotzenden Riesenbäum«; diese Waldungen au« Akarien. Tamarinden. Weglpg« und Rebka«, welche eine so dichte Masse von Grün bilden, dakaum ein Strahl der Sonne eindringt; vor denselben einer der Arme de« Nil«, in welche« da« Nilpferd und da« Crocodil in grosser «n,ahl ihre scheusslichen Köpf» über die Oberfläche de« Wasser« herau«ftrecken; dazu noch die Leerten von glephanten, Giraffen, Affen. Straußen. Garellen u. s. w.. welche an den Ufern de« Flusse« ihren Ourst ,u löschen kommen »!