Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 346 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/4872516-5427189-5427232--0392-4872881- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
340 thüm, welches an den Ufern des Nils und tiefer hinein in Afrika zu Hanse ist. Denn abgesehen davon, daß die majestätische Beschreibung, welche in dem Buche Hiob von dem Behemoth gemacht wird, in allen Theilen ans diesen riesenhaften Vierfüßer paßt, so sprechen dafür noch folgende Gründe: 1)Da in den vorhergehenden Eapiteln von den LandtKieren und dann von den Vögeln schon die Rede gewesen, so läßt es sich nicht erwarten, daß wieder ein Landthier zur Sprache komme, sondern vielmehr, daß auch der Waffertbiere Erwähnung geschehen werde; und dieß um so mehr, da 2) in der That in dem gleichen Zusammenhänge (Cap. 40, 20. ff.) von dem Leviathan die Rede wird. 31 Außerdem wird (Vers 16—18.) der Behemoth deutlich als ein, auch im Wasser sich aufhaltendes Thier bezeichnet, und 4) das ägyptische Wort Peliemout, welches einen Wasserochsen bedeutet, steht dem hebräischen Behemoth so nahe, daß auch hierin eine Spur liegt, die uns um diesen letzten! zu finden auf das Nilpferd hinwci'St, das allerdings mit einem riesenhaften Ochsen in seinem ganzen Ban mehr Ähnlichkeit hat als mit dem Pferde. Auch wird im Italienischen das Nilpferd lloniarino, Wasserochse, genannt. Den Namen Nilpferd oder auch Flußpferd haben wir von den Griechen entlehnt, welche dieses Thier, aber sehr unpassend, Hip>,op«t,mo«, Flußpferd, nennen. Jn diemei, sten abendländischen Sprachen ist das griechische Wort mit kleiner Veränderung übergegangen. Wir verstehen also unter dem Behemoth das Nilpferd, und machen unS mit diesem etwas näher bekannt. Schon sein deutscher Name zeigt uns, daß von einen« Thiere dir Rede ist, das den Nil, den großen Strom