Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 345 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4872516-5427189-5427232--0391-4872880- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
815 druck: Riesenthicr. Vielleicht ist aber das Wort der hebräischen Sprache nicht ursprünglich eigen, sondern auS der ägyptischen herübergebracht, und hat nur im Hebräischen eine kleine Umgestaltung erlitten, damit es auch in dieser Sprache eine paffende Bedeutung erhalte, und den Gegenstand, dm es bezeichnet, als ein » Riesenthier» darstelle. Denn in der alten ägyptischen Sprache bedeutet Pehemout so viel als Wasserochs. *) Welches Thier ist aber unter dem Behemoth zu verstehen? Manche haben gedacht, es sei dieses Thierwesen auf der ganzen jetzigen Erde nicht mehr zu finden, in dem darunter, zwar nicht ein blos erdichtetes Ungeheuer, aber doch eines jener gewaltigen Geschöpfe geinrint sei, welche in der Urzeit au£ unserm Erdboden gehaust habm und von denen Ueberreste in verschiedenen Ländern ausgegraben werden, welche die Naturforscher in Erstaunen setzm. Da aber in den übrigen Schilderungen, von denen die des Behemoth einen Theil ausmacht, lauter auch uns bekannte Thicre Vorkommen, und der Leviathan, der sogleich nach dem Behemoth beschrieben wird, offenbar nichts anderes ist als das ägyptische Crocodil, so zieht man daraus mit Recht den Schluß, daß auch der Behemoth in der Klaffe der uns bekannten Thiere müsse gesucht, und könne gefunden werden. ES haben daher Andere ans das Nashorn oder auf den Elephanten gerathen, aber auf diese Thiere paßt dasjenige nicht ganz, was im Buche Hiob von dem Behemoth gesagt ist, wiewohl hier zu weitläufig wäre, im Einzelnen es nachzuweisen. Die Schilderung des Behemoth, wie sie vor uns liegt, führt uns vielmehr auf das unter dem Namen Nilpferd bekannte vierfüßige Unge- *1 I» ist der Artikel und wird au«gesrrvchen n. Ehe heißt Och« und »ou» Wasser.