Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 11/12 (12.1838)
- Date
- 1838-12-01
- Page
- Seite 323 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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steht. Die wesentlichste Abweichung aber zwischen den beiden Abfassungen, «nd von der weiter unten mehr die Rede sei» wird, findet sich in dem letzten Gebote. Der Schluß des Decalogs lautet nämlich im zweiten Buch Mose (20, 17.): Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hause-. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibe-, noch seine- Knechts n. s. w. Im fünften Buch Mose (5, 21.) heißt es aber: Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weib. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hau-, Acker, Knecht, u. s. w. In dieser letztem Stelle wird also das Weib in einem besonder» Satze vvrangestellt, und dann mit einem andern Zcitworte (»du sollst nicht begehren») werden die andern Gegenstände (Haus, Acker, Knecht, Magd n. s. w.) verbunden; während in der ersten Stelle das Haukn dem einzelnen Satze vorangeht, und dann das Weib nachher mit Knecht und Magd' und dem Uebrigen verbunden wird. Nach dieser Vorbemerkung wenden wir »nS zn der Sache selbst, den drei verschiedenen Eintheilnngen des Decalogs. I. Die römisch-katholische Kirche und ebenso die lutherische betrachten als zusammengehörend die Eingangsworte: »Ich bin der HErr, dein Gott», n. s. w., die Vorschrift: »du sollst keine andeni Götter vor mir haben», und daS Verbot: »du sollst dir kein Bildniß machen» n. s. w., und schließen damit daS erste Gebot, so daß bei ihnen das zweite anfängt mit den Worten: »du sollst den Rainen des HErrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen» u. s. w. To zählen sie nun fort bis zum neunten Gebote, welches lautet: »Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses». Das zebnte aber fängt