Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 309 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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so» graphie anzuerkennen ist. Dagegen haben sie in jeder andern Beziehung Vorzüge vor denselben. Ohne uns weiter auf die Reinheit und Sanberkeit der Bernatz'schen Bilder gegenüber von den oft übel gelungenen, spätern Copien jener Stahlstiche zu berufen, gehen wir zu denjenigen Eigenschaften derselben über, die ihnen einen entschiedenen Vorzug vor allen bisherigen geben, nämlich einmal die Treue und Zuverlässigkeit der Zeichnung, sodann die glückliche Wahl der Standpunkte und endlich die Klarheit und Einfachheit des beigegebenen erklärenden Textes von Schubert. Wenn es um Wahrheit zum Verständniß und zur Beleuchtung der Bibel zu thun ist, dem muß bei solchen Bildern an treuer und zuverlässiger Darstellung, abgesehen von der künstlerischen Ausführung, Alles gelegen sein, und in dieser Beziehung sind die Bernah'« schen Bilder (da man das Prachtwerk des Grafen Leon de Laborde um seiner Seltenheit willen doch nicht hieher rechnen darf) daS Erste und Einzige in ihrer Art, indem beinahe nur sie allein dazu brauchbar sind, eine getreue Vorstellung von den biblischen Orten zu geben. Für die Treue und Genauigkeit derselben ist einmal. der Charakter des Künstlers selbst, und dann das Zeugniß des ehrwürdigen Hoftaths von Schubert hinlänglich Bürgschaft. Der einfache, biedere, gemüthliche Zeichner hat die Reise als Katholik blos aus frommem Interesse an den heiligen Stätten unternommen, und sich's demgemäß mit größter Gewissenhaftigkeit zur Pflicht gemacht, ohne alle verschönernde Zugabe die Gegenden, Gebäude, sogar den Himmel, und, wo es möglich war, die angebrachten Gruppen genau so darzustellen, wie er sie an Ort und Stelle gerade gesehen. Und wer sollte es nicht den heimelichen Bildern gleich auf den ersten Blick abfirhlen, daß er hier etwas »„geschmückt Wahres vor sich hat? Um ein Beispiel an-