Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 310 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
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310 zuführen, so ist bei Bethlehem die schöne, brillante Beleuchtung, die an die Manier obiger Stahlstiche erinnert, keineswegs bloS der Schönheit oder der Abwechslung zu lieb gewählt, so wenig als der einförmige Himmel von Jerusalem, bei welchem überdies durch ein Mißgeschick des Lithographen mebr Gewölk, als der Zeichner wollte, hingekommen ist. Zu diesem Hauptvorzug der Bernatz'schen Bilder kommt nun noch der, daß bei denselben der Standpunkt (wenigstens in dem vorliegenden ersten Heft) ausnehmend gut gewählt ist, wodurch wir eine ganz neue, bedeutsame Anschauung der vorkommenden Gegenden erhalten, was Jeder, der mit diesen Gegenständen sonst schon vertraut ist, wird anerkennen müssen. Es ist dieses ein nicht geringes Verdienst des Zeichners, da zwar über die darzustellenden Gegenstände selbst in der Regel kein Zweifel sein konnte, wohl aber über die Wahl des Standpunktes, auf die sehr viel ankommt. Da die Nachweisung dieser Eigenschaft der vorliegenden Bilder nnr bei Betrachtung der einzelnen möglich ist, so wollen wir hier nur noch des erläuternden Textes von Schubert gedenken, der in meisterhafter, fast allzugedrängter Kürze die Bilder deutet, und in wenigen klaren Worten zum Verständniß derselben hilft; etwas ausführlicher wird er, so viel unS bekannt ist, bei den folgenden Heften behandelt werden, was uns nur erwünscht sein kann, obwohl auch in dem ersten Hefte schon die einzelnen Punkte genügend angegeben sind. Wenn wir nun nach Borausschickung dieser allgemeiner« Bemerkungen über die Bernah'schen Bilder dieselben im Einzelnen betrachten wollen, so erinnern wir zum Voraus, daß wir hier keineswegs weder den beigcgebe« neu erklärende« Tert von Schubert wiederholen, noch