Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 302 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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haben, Vorkehrungen zu treffen auf allenfallsige nnvor, hergesehcne Fälle. Rehmen wir nun das Gesagte zusammen, bringe« wir damit in Verbindung, daß die Bnndeslade von den Chaldäern nicht ist gefunden worden; erinnern wir uns, wie bei der Einnahme der Stadt der plündernde Feind im Heiligchum sich mit den minder wichtigen OpfergerL» then begnügen muß, und wenigstens diese als willkommene Beute nach Babel fortschleppt, die dann wieder unter Cyrus zum Vorschein und nach Jerusalem zurückkommt, — so wird man gestehen müssen, daß die Annahme, die Bnndeslade sei bei drohender Gefahr von dem Priester in sichern Verwahr gebracht worden, einen hohe« Grad von Wahrscheinlichkeit für sich hat. Es finden sich aber noch einige andere geschichtliche Spuren, welche zu Gunsten dieser Ansicht sprechen. Als Josia, der fromme König, das in Verfall gekommene Heiligthum wieder Herstellen ließ,'»fand Hilkia, der Priester, das Buch des Gesetzes des HErrn, durch Mose gegeben». 2 Chron. 34, 14. Man sieht hieraus, daß unter den vorhergegangenen gottlosen Königen die wichtigsten, heiligen Gegenstände waren bei Seite gechan und so gut verwahrt worden, daß man es als einen Fund bettachtete, daS Gesetz wieder hervor gebracht zu haben. Da nun derselbe König ein großes frier, liches Passah anordnete, gab er dabei den Leviten de« ausdrücklichen Befehl: »Thut die heilige Lade in das Haus, das Salomo, der Sohn Davids, der König IS« rael, gebauet hat. Ihr sollt sie nicht auf den Schulter« ttagen». 2 Chron. 35, 3. Offenbar liegt in diesen Worten der Befehl, die Lade dahin zu stellen, wo sie hin gehörte. Folglich stand sie, in dem Augenblicke als dtt Befehl gegeben wurde, nicht