Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 294 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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3*4 und ehrwürdigste Antiquität, über welcher die Gottheit einige Jahrhunderte durch in der Wolkensäule thronte, gesehen hättet.? >» Sodann zeigt er, daß seine Voraus« fttzung, die Bundeslade möge heute noch in einem der zahlreichen, unterirdischen Gewölbe des Trmpelberges verborgen stehen, keineswegs aus der Luft gegriffen sei, sondern daß nach aller Wahrscheinlichkeit dieses Heiligthum, weder zerstört «och verloren, sondern vielmehr verborgen worden, und so ttefflich verborgen, daß seine einstmalige Wiederauffindung nicht uur möglich, sondern sogar wahrscheinlich sei. » Ohne Zweifel hat mancher unserer Leser, ajls Veranlassung dessen, was in unserm Oktoberhefte über die Bundeslade gesagt ist, an diese Gedanken und Hoffnungen Stillings sich wieder erinnert, und gedacht: Ich möchte doch gerne wissen, was aus dieser BuudcSladr geworden ist?' Aber auch, ohne daß man Stilling kennt, ohne daß einem je der Gedanke gekommen ist, die BundeSlade möchte wohl heute noch irgendwo begraben stehen, drängt sich der Wunsch , auch daS äußere Schicksal der Bundrslade zu kennen, nothwendig auf, wenn man sie nach ihrer hochwichtigen, inner» und äußern Bedeutung näher kennen gelernt hat. Wir hoffen daher, bei den einen und den an, der» unserer Leser einem vorhandenen Wunsche entgegenzukommen, wenn wir über das Schicksal der Bundes« lade diejenige Auskunft geben, welche geschichtlich gegeben werden kann, und zeigen, was da, wo daS Gewisse aufhört, wenigstens das Wahrscheinlichste ist. Die Geschichte der Bundeslade zerfällt in zwei Abschnitte: 1) ihr Schicksal bis zu der Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar; 2) ihr Schicksal seit dieser Zerstörung. Der erste Abschnitt hat es zu thun mit dem geschichtlich Gewissen, der zweite mit dem Wahrscheinlichen.