Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 9/10 (11.1838)
- Date
- 1838-11-01
- Page
- Seite 293 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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293 in jene weitern Gefilde die Leuchte des prophetischen Wortes hinauszutragen und anzukündigen, welche Tage des Friedens und der Siegesruhe, nach dem langen, schweren Streite einbrechen werden, wenn einst der Messias die Feinde zum Schemel seiner Füße nimmt, und sein williges Volk ihm opfert im heiligen Schmuck, zahllos ihm geboren wie der Thau aus der Morgenröthe. Ps. 110. Das Schicksal der Bundeslade. Vielen meiner Leser ist der alte, ehrwürdige Heinrich Jung-Still ing eine theuerwerthe Erinnerung, und sie freuen sich der Stunde, wo sie ihn schauen werden in dem Lande der Verklärung, nach dem er so oft und so sehnsuchtsvoll hinaufgeblickt hat. Der Verfasser dieser Zeilen freut sich mit ihnen, und vergißt in seinem Leben nie den Moment, wo der alte, freundliche Jung-Stilling, ihn, als kleines Kind, in die Arme nahm und herzte. Er will ihm jenseits noch dafür danken? Was wir aber hier von Jung-Stilling zu sagen haben, geht auf sein Buch: das Heimweh, — und zwar die Stelle in demselben, wo er aus die Bundeslade zu reden kommt. Unstreitig kennen viele meiner Leser "das Heimweh" und erinnern sich, daß Stilling seinen Eugenius bei der Vermählung mit Urania über ' der Bundeslade läßt eingesegnet werden. Er scheint beinahe zu vergessen, daß er nicht Wirklichkeit beschreibt, und ruft aus: »Ihr Bibelfreunde des achtzehnten Jahrhunderts , und nun bald des neunzehnten! *) wie würde Euch zu Muthe gewesen sein, wenn ihr hier die gröste *) Gtilling schrieb diese« im Jahre 1794,