Mannheim
Compact Memory

Das Morgenland · 1838-11-01 · 9/10 (11.1838) · p. Seite 295

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
9/10 (11.1838)
Date
1838-11-01
Page
Seite 295 (sequence 39)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/4872516-5427189-5427230--0340-4872830
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

395 1. Die Geschichte der Bundeslade, seit ihrer Verfer, - tigung und Aufstellung in der Stiftshütte bis zu der Zerstörung des salomonischen Tempels, also während eines Zeittaums von beiläufig 900 Jahren, ist sehr einfach. Nachdem Israel in das verheißene Land eingezogen, wurde durch Josua das Heiligthum in Sil» errichtet, einer zum Stamme Ephraim gehörigen, und ziemlich in der Mitte des ganzen Landes gelegenen Stadt (Jos. 16,1.). Dort blieb sie etwa zweihundert Jahre, bis auf die Zeit des Priesters Eli. Durch die Niederlage aber, welche Israel von den Philistern erlitt, fiel fie in die Hände dieser letzter» (1 Sam. 4. ff.). Da aber der Götze Dagon, in dessen Tempel die Bundeslade gestellt wurde, vor dem Heiligthum des wahren Gottes in Trümmer fiel, so wurde fie von den Philistern an Israel zurückgesandt, erregte jedoch durch das Unglück, das die Einwohner von Bethsemes traf, weil sie mit unhciliger Neugierde die Lade bettachtet hatten, *) einen solchen Schrecken, daß man dieselbe einstweilen blos nach Gibea brachte, in das Haus des Abin ad ab, wo sie etwa 70 Jahre blieb, bis David sie feierlich nach Jerusalem abholte. **) Er hatte ihr *1 Luther sagt »war nur <1 Sam. 6, 1».): »darum daß sie die Lade de« HErrn gesehen hatten». Aber da« unschuldige Sehen hat nie Jemand geschadet, hingegen liegt in dem hebräischen Ausdrucke die Bezeichnung für da« begierige Sehen; wa« darauf führt, daß die Bethsemiten sich erlaubten. weil ja die Lade doch entweiht sei durch die Philister, ihre Neugierde an dem sonst so verborgen gehaltenen Heiligthume zu befriedigen. **) Diese« Gibea, welche« auf deutsch Hügel. Anhöhe bedeutet, scheint dicht an der Stadt Kirjath - jearim gelegen zu haben, und war vielleicht nur die, )u der Stadt gehörige gotte«dienstliche Anhöhe, denn die Leute von Kirjath - jearim holen di« Lade ab. und nach , Ehron. 14 (13), 6. befand sie sich. al« David sie abhvlte in Kirjath-jrarim, welche« dieselbe Stadt ist, wie Baale-Iuda. 2 Sam. 6, 2.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.