Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 7/8 (10.1838)
- Date
- 1838-10-01
- Page
- Seite 222 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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m der Schrift selbst hierüber keine Bestimmung, auch nicht einmal eine gelegentliche Andeutung sich findet, so muß allerdings dem nienschlicheu Urthcile hier sein freies Recht gelassen werden. Urbrigens werden wir bei einer spätem Gelegenheit wieder auf die zehn Gebote, ihrm Inhalt und ihre Einthcilung zu reden kommen. II. Wir wenden uns zu dem zweitm Theile unserer Betrachtung und wollen, nachdem wir mit dem Aeußenl der Bundeslade uns näher bekannt gemacht haben, uns nun auch umsehen nach ihrer religiösen Bedeutung. Den Ansichtm zufolge, die wir in dem vorhergehenden Artikel »über den mosaischen Gottesdienst» entwickelt haben, werden wir in der Bund es lade ein ( Sinnbild erkennen, das außerdem auch seine Vorbild, liche Bedeutung in sich trägt. Wir haben gezeigt, daß nebm der sinnbildlichen Beziehung eine vorbildliche in diesen heiligen Gegenständen darum mit Sicherheit anzunchmcn ist, weil diese Sinnbilder nicht zufällig erra« thcne, nicht willkürlich gemachte, sondem göttlich gegebene sind, die also, da sie einen Gedanken der Ewigkeit vermitteln, nicht verfehlen können, eine nie erlöschende Währung in sich zu tragen und auf eine noch nicht er- ' langte Vollendung hinauszudeuten, wodurch eben zu ih, rem sinnbildlichen Gehalte sich auch der vorbildliche ( gesellt. Aus der gleichm Ursache aber wodurch sie für die Zukunft bedeutsam werden, sind sie eS auch für die Gegenwart; derselbe göttliche Ursprung, der ihnm eine unvergängliche Geltung aufprägt, macht auS ihnm, die sonst an und für sich todte Zeichen wären, lebendige, wesentlich wirksanic Träger und Vermittler übersinnlicher Dinge. Wenn gleich zum Beispiel die Symbole der Freund-