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Das Morgenland · 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 221

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
7/8 (10.1838)
Date
1838-10-01
Page
Seite 221 (sequence 29)
Language
German
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321 enthielt, wie wir unter anderm ans 5 Mos. S, 5. ff. und 22. sehen, nicht allein die eigentlichen zehn Gebote, sondern auch ihre Eingangsworte: Ich bin der HErr, dein Gott, der ich dich aus Aegyptenland aus dem Diensthause geführt habe (2 Mos. 20, 2. ff. 5 Mos. S, 6.). Wie aber dieser schriftliche Inhalt der beiden Tafeln ab« getheilt gewesen, wird uns in der Schrift nirgends gesagt. Nicht einmal der Ausdruck »zehn Gebote» findet fich, sondern wenn ihrer als zehen Erwähnung geschieht, so heißen sie die zehn Worte * *) 2 Mos. 34, 28. — S Mos. 4, 13.; 10, 4. Erst später kam die Benennung der zehn Gebote in Uebung, nebst der genauen Eintheilung derselben. Daß von Anfang an eine Einthcilung in zehn stattgesunden habe, ersehen wir daraus, daß schon Mose den Inhalt der Tafeln als zehn Sprüche enthaltend, bezeichnet. Wie aber diese ursprüngliche Eintheilung beschaffen gewesen, ist die Frage. Bekanntlich gibt es darüber verschiedene Meinungen und selbst die christlichen Kirchenparteien bekennen sich zu abweichenden Eintheilungcn der zehn Gebote, so daß was den Einen als erstes und zweites Gebot gilt, den Andern nur eines, das erste, ist; wofür diese letzter», um zu der Zahl zehn zu gelangen, als neuntes und zehntes Gebot fassen, was von den erster» dagegen nur als eines gezählt wird. Wenn daher z. B. von dem Gebote der Sabbathfcicr die Rede ist, so heißt dieses in der einen Kirche das dritte, in der andern ist es das vierte. Da, wie schon bemerkt, in anderer ist» als eine feste, feierliche Erklärung von flch geben. In diesem Ginne ist e« zu verstehen, wenn von dem Zeugnisse Gotte« di« Rede ist. und die Au«drücke: Tafeln de« Zeugnisse«. Lad« de« Zeugnisse«, Hütte de« Zeugnisse«, dienen alle, un« die Geräthe zu be-eichnen, welche Träger und Hüter waren de« heiligen Bundr-wortr« au« Gotte« Munde. *) Wort, will hier sagen Spruch, Satz.

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